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Chronik

Krankenkasse: Nur einehalbe Stunde Parkzeit

14. Oktober 2006

Auch im neuen Domizil der Gebietskrankenkasse wird die Zahl der Parkplätze zum Knackpunkt. Es gibt nur 100 Plätze, die Hälfte ist für Kunden reserviert.

MARTIN ARBEITER (Text)Robert Ratzer (Foto)Salzburg-STADT (SN). Mächtig steht sie da, die neue Zentrale der Gebietskrankenkasse (GKK) am Salzburger Hauptbahnhof. Pausenlos fahren Lkw zu und ab. Im Inneren wird gehämmert, gebohrt und geschraubt. Die Zeit drängt: Zu Jahresende will die Kasse ihr 43 Meter hohes neues Domizil übernehmen. Die Eröffnung findet im Frühjahr statt.

Die 130 Raucher unter 470 den Mitarbeitern der Salzburger Gebietskrankenkasse werden sich umstellen müssen. Die neue Zentrale wird rauchfreie Zone. Kein Raucherkammerl und kein versteckter Balkon, wohin sich die Anhänger des blauen Dunstes zurückziehen können. Einzig im Atrium - im Freien vor dem Haus - können die Raucher künftig ihrer Sucht frönen.

"Wir wollen bei der Gesundheitsvorsorge ein Vorbild sein", heißt es im GKK-Direktorium. Das inkludiert die Absage an Schnurlostelefone mit DECT-System im Haus. Aus Angst vor zu großer Strahlenbelastung wurden "normale Telefone" bestellt. Ein weiteres Detail: Großraumbüros wird es nicht geben: Die größten Büros sind auf drei Arbeitsplätze ausgelegt.

Die Wunschliste der Mitarbeiter ist lang. Ein Knackpunkt werden die Parkplätze sein: Die neue Tiefgarage unter dem "gläsernen Tortenstück" bietet 100 Stellplätze. "50 Prozent werden für die Versicherten zur Verfügung stehen", sagt Manfred Mayr von der GKK. Wenn man auch noch die Parkplätze für die betriebsnotwendigen Lkw und Pkw abzieht, bleiben nicht mehr allzu viele freie Parkflächen übrig. Diese soll der Betriebsrat vergeben.

Helle Freundlichkeit statt Ostblock-Charme "Wir verwalten die Gelder der Versicherten. Da kann keiner erwarten, dass wir für alle 470 Mitarbeiter einen Parkplatz schaffen", sagt Pressesprecherin Karin Hofer. Zudem gebe es Parkflächen in der Umgebung des Bahnhofs. Hofer verweist auf die Situation in der bestehenden GKK-Zentrale in der Faberstraße, wo es nur 31 Parkplätze gibt.

Noch nicht fixiert ist, wie viel die Kunden für einen Parkplatz zahlen werden. Im Gespräch ist eine Gratisparkzeit von einer halben Stunde. "Die durchschnittliche Wartezeit bei unseren Ärzten liegt bei 15 Minuten", sagt Mayr. Mit der angepeilten Karenzzeit dürften 80 Prozent der Kunden ohne Parkkosten davonkommen.

Verbesserungen für die Mitarbeiter verspricht Hofer in vielen Bereichen. "Unsere jetzige Kantine hat den Charme eines Bahnhoflokals im ehemaligen Ostblock." Das neue Restaurant mit traumhafter Aussicht, das an das "Indigo" erinnert, sei hingegen hell, freundlich und großzügig konzipiert. In jedem der 13 Stockwerke gibt es künftig einen Besprechungsraum und eine Teeküche mit Barhockern und Kühlschrank. Auch auf Duschen für Mitarbeiter, die mit den Rad anreisen, wurde nicht vergessen.

© SN.

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