| Im Schatten liegen, faulenzen und baden. Im Zoo wappnen sich Bär, Kamel und Leopard gegen die "Affenhitze" - genau wie wir Menschen.
Salzburg-STADT (SN-hey). Die Hitze der vergangenen Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius ist nicht nur für den Menschen eine Belastung, sondern auch für Tiere. "Sie reagieren auf die Hitze genauso wie die Menschen. Sie wollen am liebsten gar nichts tun", sagt Zoopädagoge Rupert Eckkrammer. Leopard, Löwe und Puma liegen am liebsten den ganzen Tag im Schatten und gönnen sich ein Schläfchen. "Der Tiger und die Jaguare baden auch gerne am Nachmittag, um sich ein wenig Abkühlung zu verschaffen", sagt Eckkrammer.
Selbst auf ein kühles Eis müssen manche Tiere nicht verzichten. Am Montagabend bekamen die Braunbären ein Eisstück, in dem sich Fische und Erdnüsse befanden.
Selbst die an das Wüstenklima gewöhnten Kamele ziehen es derzeit vor, den Tag im Schatten zu verbringen. "Die sind nicht anders als wir. Wenn es Schatten gibt, dann ziehen sie ihn der Sonne vor", erklärt Eckkrammer.
Die Tiere leiden vor allem unter Bremsen und Mücken. "Wir schauen immer, dass wir regelmäßig die Blutsauger entfernen. Die Nashörner schmieren wir mit einer Creme ein und bürsten sie", sagt Eckkrammer. Den Schutz benötigen die Dickhäuter allerdings nur bis zum ersten Schlammbad. Wenn der Matsch eintrocknet, wirkt er als natürliche Schutzschicht gegen die lästigen Insekten. Ansonsten lassen die Nashörner gerne die Köpfe bis zum Boden hängen und dösen unter einem Baum oder einer Hecke ein wenig vor sich hin.Eckkrammer sagt, dass die meisten Tiere viel vernünftiger seien als die Menschen. In der Hitze lägen sie nicht so lange in der Sonne, tränken viel und bewegten sich nicht übermäßig.
Für die Tierpfleger bedeutet die Hitze, vor allem für genügend Wasser und Schatten in den Gehegen zu sorgen.
Gelegenheiten, die Tiere in Aktion zu erleben, bieten sich meist morgens und abends. Abends sind die Tiere besonders aktiv. Davon können sich Besucher im Rahmen des Nachtzoos überzeugen, der am Wochenende startet.
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