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Aussenpolitik

Mord an italienischem Priester in der Türkei

07. Februar 2006

Ankara (SN, Reuters). Die Türkei hat den Mord an einem italienischen Priester im Norden des Landes scharf verurteilt. "Wir können nicht akzeptieren, dass ein Priester durch Kugeln an einem heiligen Ort getötet wird", sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntagabend in Istanbul. Über das Tatmotiv herrschte zunächst noch Unklarheit. Katholische Würdenträger schlossen als Ursache eine Reaktion auf die Karikaturen des Propheten Mohammed in europäischen Zeitungen nicht aus. Die Regierung in Ankara verficht hingegen die Theorie, der aus Italien stammende Priester sei in Trabzon von einem Einzeltäter ermordet worden. Der 61-jährige Priester Andrea Santoro war am Sonntag vor der katholischen Kirche Sankt Maria in Trabzon erschossen worden.

Todesopfer bei Protesten im Libanon

Beirut (SN, dpa). Bei den gewaltsamen Protesten im Libanon gegen die umstrittenen dänischen Mohammed-Karikaturen ist nach Polizeiangaben ein Demonstrant getötet worden. Bei dem Toten handle es sich um einen der Männer, die am Sonntag das dänische Konsulat in Beirut gestürmt und in Brand gesetzt hatten, teilte die libanesische Polizei mit. Der Polizei war es trotz eines massiven Aufgebots nicht gelungen, die Demonstranten unter Kontrolle zu halten.

Dänische Soldaten im Irak wurden beschossen

Basra (SN, dpa). Dänische Soldaten sind nahe der irakischen Stadt Basra nach einem Verkehrsunfall aus einer aufgebrachten Menge heraus beschossen worden. Verteidigungsminister Soren Gade sagte Montag in Kopenhagen, ein Zusammenhang mit Proteste gegen die dänischen Mohammed-Karikaturen sei völlig ungewiss. Wegen der Zeichnungen hat das Transportministerium in Bagdad am Wochenende erklärt, die Regierung wolle alle Aufträge an dänische Unternehmen bis auf weiteres einfrieren. Dänemark hat 500 Soldaten im südlichen Irak stationiert.

© SN.

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