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| Jüngster Olympiateilnehmer aus Salzburg: der Florettfechter Roland Schlosser. Foto: Wild&Team |
Allein das Athen-Ticket ist für den jungen Florettfechter ein Riesenerfolg. Aber er liebäugelt auch mit einem Stockerlplatz.
Seinen vor-olympischen Triumph hat der 22-jährige Salzburger Informatikstudent schon gefeiert: Erst die allerletzte Chance beim letzten Turnier in Genf konnte Roland Schlosser nutzen, und auch die erst im letzten Gefecht mit dem knappsten Ausgang von 15:14.
Entspannt. Nun ist er der jüngste Salzburger mit Athen-Ticket. Jetzt gehe ich recht entspannt in das olympische Turnier. Da hat es ein anderer, der sich leichter qualifiziert hat, vielleicht sogar schwerer, sagt Roland Schlosser, gebürtiger Vorarlberger. Für den Salzburger Fechtklub hat sich der junge Heeressportler vor zwei Jahren entschieden, weil es eine gutes Team mit einer guten Stimmung und einem neuen Trainer ist. Ich sehe die österreichische Fechtzukunft in Salzburg.
Vielseitig. Mit sieben Jahren startete Rolands Fechtkarriere, die in WM- und EM-Erfolgen und jetzt in Athen gipfelt. Über die Familie auch die Schwester und der jüngste Bruder fechten ist er hineingerutscht. An der Sportart fasziniert ihn die Vielseitigkeit. Viel Bewegung, hoher taktischer und technischer Anspruch.
Stärke hat der junge Fechter auch privat beweisen müssen. Vor drei Jahren verunglückten die Eltern des 22-Jährigen tödlich in den Bergen. Gegen den Kummer half das Fechten so wie jemand anderem die Arbeit.
Kein Favorit. Zu den Favoriten zählt Schlosser nicht, da gibt es drei bis vier andere Florettmeister. Aber dann kommt ein großer Pulk von rund 20 Fechtern, die gleich stark sind. Nach dem ersten Gefecht kanns schon vorbei sein, aber auch weit nach vorne gehen, wenn ich einen guten Tag habe. Es wird vom ersten Kampf an pickelhart. Schützenhilfe kommen von Oma und einer Tante, die ihn als Schlachtenbummler begleiten.