Bus sollte Jugendliche ins Skigebiet Innerkrems bringen
Der Bus war Samstagfrüh kurz vor neun Uhr von Thomatal kommend auf der L267 Richtung Innerkrems unterwegs: „Vermutlich aufgrund der Fahrbahnglätte stürzte der Bus um und fiel mindestens fünfzehn Meter einen Straßengraben hinunter“, berichtete Bezirksinspektorin Brigitte Lindermut von der Pressestelle des Kärntner Landespolizeikommandos den SN am Telefon. Dabei wurden insgesamt drei Insassen schwer und bis zu 29 weitere Personen leicht verletzt. Laut Feuerwehr Zederhaus handelt es sich bei den Unfallopfern um Mitglieder einer ungarischen Schülergruppe, die Freitagabend im Lungau angekommen waren und für eine Woche in der Josef-Mehrl-Hütte nahe der Kärntner Landesgrenze untergebracht sind und die am Samstag das erste Mal im Kärntner Skigebiet Innerkrems Skifahren gehen wollten.
Bus dürfte in einer Kurve umgekippt seinAls der Reisebus Samstagfrüh auf der Straße vom Thomataler Ortsteil Schönfeld ins Skigebiet unterwegs war, passiert der Unfall: Drei Kilometer nach der Grenze zu Salzburg „macht die Straße eine Kehre, dort dürfe der Bus von der schneebedeckten Fahrbahn abgekommen sein und ist etwa fünfzehn Meter in den Graben gestürzt“, erklärte Peter Kampl, Pressesprecher des Roten Kreuzes, gegenüber der APA. Die drei schwer verletzten Jugendlichen wurden mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Leichtverletzten kamen größtenteils mit Prellungen, Schnittwunden und Abschürfungen davon. „Glück im Unglück“, meinte Kampl, der Unfall sei relativ glimpflich verlaufen. Um die unverletzten Jugendlichen kümmerten sich Kriseninterventionsteams. Zu Beginn habe ein deutscher Arzt Erste Hilfe geleistet, er war laut dem Rot-Kreuz-Sprecher zufällig in der Nähe. Die Einsatzkräfte waren mit fünf Notärzten, 36 Sanitätern und 15 Rettungsfahrzeugen vor Ort.
Großeinsatz der Lungauer Feuerwehren
„Aus Salzburg waren dabei zwei Rettungsfahrzeuge aus dem Lungau im Einsatz sowie die Feuerwehren aus St. Michael, Thomatal und Ramingstein mit Spezialbergegeräten im Einsatz“, berichtet der Lungauer Bezirksfeuerwehrkommandant Hannes Pfeifenberger den SN. Die Straße war seinen Angaben nach knapp zwei Stunden nicht passierbar. Der Bus wurde nur leicht beschädigt.© SN/SW


