Innerkrems: Bus umgestürzt - rund 30 Verletzte

20. Februar 2010 | 10:01 | INNERKREMS/THOMATAL | |
Glück im Unglück hatten die meisten der rund 80 Insassen eines dreiachsigen Reisebusses, der Samstagfrüh nahe der Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten unterwegs war. Der Bus stürzte um, laut APA wurden drei Jugendliche schwer, und bis zu 29 weitere Personen leicht verletzt. Auch Salzburger Einsatzkräfte waren vor Ort.
Der verunglückte ungarische Bus landete im Graben. (Bild: SN/APA/Neumayr).

Der verunglückte ungarische Bus landete im Graben. (Bild: SN/APA/Neumayr).

(SN). Ein ungarischer Reisebus, besetzt mit 83 Jugendlichen, ist Samstagvormittag von einer Bergstraße in der Innerkrems (Bezirk Spittal) in Kärnten von der schneeglatten Fahrbahn abgekommen, umgekippt und in einen Graben gerutscht. Entgegen ersten Informationen des Roten Kreuzes wurden drei Personen schwer und 29 leicht verletzt. Sie wurden mit Hubschrauber und Rettungsfahrzeugen in die umliegenden Krankenhäuser Tamsweg, Spittal und Villach gebracht.

Bus sollte Jugendliche ins Skigebiet Innerkrems bringen

Der Bus war Samstagfrüh kurz vor neun Uhr von Thomatal kommend auf der L267 Richtung Innerkrems unterwegs: „Vermutlich aufgrund der Fahrbahnglätte stürzte der Bus um und fiel mindestens fünfzehn Meter einen Straßengraben hinunter“, berichtete Bezirksinspektorin Brigitte Lindermut von der Pressestelle des Kärntner Landespolizeikommandos den SN am Telefon. Dabei wurden insgesamt drei Insassen schwer und bis zu 29 weitere Personen leicht verletzt. Laut Feuerwehr Zederhaus handelt es sich bei den Unfallopfern um Mitglieder einer ungarischen Schülergruppe, die Freitagabend im Lungau angekommen waren und für eine Woche in der Josef-Mehrl-Hütte nahe der Kärntner Landesgrenze untergebracht sind und die am Samstag das erste Mal im Kärntner Skigebiet Innerkrems Skifahren gehen wollten.

Bus dürfte in einer Kurve umgekippt sein

Als der Reisebus Samstagfrüh auf der Straße vom Thomataler Ortsteil Schönfeld ins Skigebiet unterwegs war, passiert der Unfall: Drei Kilometer nach der Grenze zu Salzburg „macht die Straße eine Kehre, dort dürfe der Bus von der schneebedeckten Fahrbahn abgekommen sein und ist etwa fünfzehn Meter in den Graben gestürzt“, erklärte Peter Kampl, Pressesprecher des Roten Kreuzes, gegenüber der APA. Die drei schwer verletzten Jugendlichen wurden mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Leichtverletzten kamen größtenteils mit Prellungen, Schnittwunden und Abschürfungen davon. „Glück im Unglück“, meinte Kampl, der Unfall sei relativ glimpflich verlaufen. Um die unverletzten Jugendlichen kümmerten sich Kriseninterventionsteams. Zu Beginn habe ein deutscher Arzt Erste Hilfe geleistet, er war laut dem Rot-Kreuz-Sprecher zufällig in der Nähe. Die Einsatzkräfte waren mit fünf Notärzten, 36 Sanitätern und 15 Rettungsfahrzeugen vor Ort.

Großeinsatz der Lungauer Feuerwehren

„Aus Salzburg waren dabei zwei Rettungsfahrzeuge aus dem Lungau im Einsatz sowie die Feuerwehren aus St. Michael, Thomatal und Ramingstein mit Spezialbergegeräten im Einsatz“, berichtet der Lungauer Bezirksfeuerwehrkommandant Hannes Pfeifenberger den SN. Die Straße war seinen Angaben nach knapp zwei Stunden nicht passierbar. Der Bus wurde nur leicht beschädigt.

© SN/SW

 
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