Leonard Cohen live in Salzburg: Grandioser Gottesdienst

Der kanadische Songwriter Leonard Cohen, mittlerweile 75 Jahre alt, erschien am Dienstagabend in der Salzburgarena. SN-Redakteur Bernhard Flieher wurde Zeuge der Feier eines Gottesdienstes der Poesie und der Demut. › mehr

Eine Hetzjagd vor imposanter Kulisse

Endlich ist es so weit: Die Actionkomödie „Knight and Day“, deren Dreharbeiten Salzburg in Aufruhr versetzten, läuft im Kino. Knapp 20 Filmminuten lang sind Tom Cruise und Cameron Diaz in Salzburg unterwegs. › mehr

„Salzburger Festspiele, Hochschaubahn der Gefühle“

Im Wortlaut: Die Rede der Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler beim Festakt zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung „90 Jahre Salzburger Festspiele“ im Karl-Böhm-Saal am Samstag, den 17. Juli. › mehr

 

Zielinski erhielt Manes-Sperber-Würdigungspreis

21. Juni 2009 | 15:14 | wien | apa |
Der Autor Adam Zielinski hat am Sonntag den "Manes-Sperber-Würdigungspreises für Leben und Werk" erhalten. Trotz der großen Schar an Gratulanten im heillos überfüllten Barocksaal des Alten Rathauses in Wien erlebte Zielinski eine intime, herzliche Festmatinee. Am Montag feiert der gebürtige Pole seinen 80. Geburtstag.

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Im Vorfeld ließen ihn Freunde und Weggefährten wie Jiri Grusa, Präsident des internationalen P.E.N.-Clubs, der Verleger Lojze Wieser oder der ehemalige österreichische Vizekanzler Erhard Busek bei Wodka, Fingerfood und zahlreichen emotionalen Ansprachen hochleben. „Wenn man einen Sohn hat, der 60 ist, kann man nicht mehr sehr jung sein“, eröffnete Sohn Christoph Zielinski die Würdigung an seine Eltern, die heuer beide ihren 80. Geburtstag feiern. „Wann ist man erwachsen? Bei meinen Eltern glaube ich, das auch noch mit 80 bezweifeln zu können.“ Adam Zielinski sei ein „Mensch, der in einer Vielzahl von Welten gelebt hat und leben könnte. Allein das Überleben in all diesen politischen Welten ist eine Künstlerschaft an sich“, so der Sohn, Chef der Onkologie an der MedUni Wien, sichtlich bewegt.

Mit einer literarischen Hommage würdigte Jiri Grusa seinen Kollegen: „Man sucht sich nicht die Zeiten aus, in der man zu leben hat. Schon die Chinesen, mit denen Du ja sehr verbunden bist, pflegten zu sagen: 'Ich wünsche Dir, Freund, nicht in interessanten Zeiten zu leben'“, so Grusa. „Wenn einen die interessanten Zeiten erwischen, muss man reagieren. Und Interesse bedeutet ja im Wortsinn: Mittendrin zu existieren.“

Erhard Busek wollte „grundsätzlich, aber auch emotional zu Adam und Sophie Stellung nehmen“. Er würdigte Zielinskis „Eigenschaft, zum richtigen Zeitpunkt unangenehme Fragen zu stellen.“ Zielinski ließ in seiner Dankesrede seinen Blick zurückschweifen und fragte sich, wie „der einstige Knabe aus einem Schtetl in Osteuropa in so einen würdigen Saal“ gekommen ist.

© SN/SW

 
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