Für das Public Viewing gibt es nach Angaben von Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) zwei Anträge. Ob und was stattfinden werde, sei erst in ein bis zwei Monaten zu entscheiden, da mehrere Abteilungen des Magistrats befasst seien, sagte Schaden am Donnerstag der SN. Nur so viel sei klar: Das Public Viewing müsse von Sponsoren finanziert werden, die Stadt gebe dafür kein Geld.
Sollte das Public Viewing zu Stande kommen, werde die Szene jedenfalls nicht auf dem Residenzplatz aktiv werden können, stellte der Bürgermeister klar. Deren Antrag sei deutlich später als der erste Antrag für die Fußball-WM eingegangen, und überdies könne die Szene andere Orte nutzen, etwa den Mozartplatz. „Es gibt so viel Platz, wir werden uns doch arrangieren können!“
Szene-Chef Michael Stolhofer hält dem entgegen: Seine Projekte seien konkret auf die Orte abgestimmt, sie bezögen beispielsweise auch die Fassade der Residenz mit ein. Es handle sich um abendliche Aufführungen am 8., am 9. und am 10. Juli mit vielen Mitwirkenden, die „spätestens ab 6. Juli“ auch dort proben müssten. Mit den Salzburger Festspielen seien die Termine akkordiert, und aus Vorgesprächen müssten der Stadt die Dimensionen der Szene-Abende bekannt sein.
Was die Proben auf dem Domplatz für den „Jedermann“ betrifft, dessen Neubesetzung (Nicholas Ofczarek, Birgit Minichmayr u. a.) erhöhte Anforderungen stellen wird, stellte Bürgermeister Schaden im SN-Gespräch klar: „Strikte Vorgabe“ sei, die „Jedermann“-Proben zu respektieren. Er habe eine dementsprechende Weisung erteilt. Allerdings: Sollte das Endspiel akkurat auf die Zeit einer „Jedermann“-Probe fallen, hoffe er auch auf Entgegenkommen und Flexibilität der Festspiele.
Generell wird durch dieses Dilemma wieder die Frage virulent: Wie viel „Event“ verträgt der öffentliche Raum in Salzburg? Dies ernsthaft zu diskutieren und Anregungen zu liefern, sollte zum Anliegen der Initiative Kulturstadt Salzburg gemacht werden, hieß es beim Kulturfrühstück.
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