Bis dahin will Haider einen Reformprozess in der Partei einleiten. In der oberösterreichischen Landesregierung will er bleiben. Die Personalentscheidungen werden aber erst am 19. Oktober bei einer Sitzung des Landesparteivorstandes entschieden. Die Botschaft der Wähler, die der SPÖ ein historisches Minus von 13,4 Prozentpunkten bescherten, will Haider „verstanden“ haben. Er nehme sie mit „Demut“ an.
Haider berichtete weiter, er habe von den Gremien den Auftrag für die an die Wahl anschließenden Regierungsverhandlungen bekommen. Er wolle schon ein Regierungsamt übernehmen. Die Personalentscheidungen würden auch davon abhängen, welche zwei Ressorts die SPÖ bekomme.
Er sei auch beauftragt, den Diskussionsprozess zur Neuorientierung einzuleiten und diesen sowie den außerordentlichen Landesparteitag zu gestalten. Er werde bei den dabei vorgesehenen Wahlen auch kandidieren. Der geplante Reformprozess „SPÖ neu denken“ solle breit angelegt werden, auch die Bundespartei solle eingebunden werden, weil es auch Bundes- und Europathemen gebe. Es bleibe aber dabei, dass es sich um eine Landeswahl gehandelt habe.
Die Themen im Wahlkampf seien nicht falsch gewesen, es habe sich um Zukunftsthemen wie Jugendbeschäftigung gehandelt. Sie seien jedoch nicht zu den Wählern durchgedrungen. Es gehe um eine inhaltliche Schärfung des SPÖ-Profils, zudem solle es künftig um weitere Themen gehen. Beispielsweise wolle man dem Netzwerk der Wirtschaft ein „Netzwerk der Beschäftigung“ gegenüberstellen.
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