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Immer mehr Dengue-Fieber-Fälle in Österreich

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Zu einem deutlichen Anstieg der nach Österreich "importierten" Dengue-Fieber-Fälle ist es im Jahr 2012 gekommen. Es wurden 74 Erkrankungen registriert. Sonst waren es in den vorangegangenen Jahren zumeist um die 40 gewesen.

Immer mehr Dengue-Fieber-Fälle in Österreich

Das Virus wird durch Steckmücken übertragen. Bild: SN/apa (archiv/epa)

Das berichten die Spezialisten des Departments für Virologie der MedUni Wien in ihren neuesten Virusepidemiologischen Informationen. "Das durch Stechmücken übertragene Denguevirus kommt in tropischen und subtropischen Regionen der Welt vor und verursacht jährlich 50 bis 100 Millionen Infektionen,"so Stephan Aberle und Departmentleiter Franz X. Heinz über die weltweite Situation. Der Großteil dieser Infektionen verläuft asymptomatisch oder als relativ milde, fieberhafte Erkrankung. Allerdings nähmen ca. 500.000 Infektionen jährlich einen schweren Verlauf von denen mehr als 20.000 zum Tod führen.

Es gibt gegen das Dengue-Fieber weder eine Impfung noch eine ursächlich wirkende Behandlung. Die Experten: "In Österreich registrieren wir jährlich etwa 30 bis 100 Denguevirus-Infektionen bei Rückkehrern aus Endemiegebieten. In seltenen Fällen wurde auch bereits über einzelne autochthone Fälle in Europa berichtet, wobei die Tigermücke als Vektor identifiziert wurde. Derzeit gibt es keine Hinweise, dass die Voraussetzungen für eine anhaltende Etablierung des Virus in Europa gegeben sind."

In Österreich und in Deutschland wurden vergangenes Jahr eindeutig mehr von Reisenden importierte Dengue-Fieber-Fälle registriert.""Insgesamt waren es (in Österreich, Anm.) 74 Fälle, womit wir - im Gegensatz zum Jahr zuvor mit 40 Fällen - wieder über dem Durchschnittsniveau der Jahre 2002 bis 2011 (44 Fälle) liegen. Auch in Deutschland wurde 2012 mit 567 importierten Dengue-Fällen ein Anstieg (von 288 im Jahr zuvor, Anm.) beobachtet," so die Experten.

 
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