Opel-Chef Stracke zurückgetreten
Von Apa/dpa | 12.07.2012 - 18:53

Gründe für den Wechsel noch unklar. Bild: SN/apa (dpa)
Im Aufsichtsrat und bei Experten sorgte der Paukenschlag für Verwunderung - besonders, weil ein Nachfolger offenbar erst gesucht werden muss. Dabei hätte Opel eine starke Führung nötig, denn dem Konzern steht wie anderen Massenherstellern wegen der ausufernden Absatzkrise in Europa das Wasser bis zum Hals. Chef-Wechsel haben allerdings bei Opel Tradition: Seit ihrer Blütezeit in den 1970er Jahren hat die GM-Tochter nun schon den 15. Chef verschlissen.
Der 56 Jahre alte Manager war erst seit April 2011 Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG. Vor wenigen Monaten wurde Stracke zusätzlich noch zum Präsidenten von GM Europe ernannt. Der Ingenieur, der lange auch in der US-Zentrale in Detroit tätig war, werde nun "Sonderaufgaben für GM" übernehmen - welche das sein sollen, blieb offen. Die Geschäfte von GM in Europa soll Stephen Girsky, Aufsichtsratsvorsitzender von Opel und Strategiechef des US-Mutterkonzerns, kommissarisch leiten.
Erst vor zwei Wochen hatte das Opel-Kontrollgremium das von Stracke vorgelegte umfassende Sanierungskonzept gebilligt. Über die Umsetzung wird noch verhandelt. Der Plan sieht hohe Investitionen in neue Modelle, eine engere Zusammenarbeit mit dem - ebenfalls krisengebeutelten - französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen sowie Einsparungen bei Material-, Entwicklungs- und Produktionskosten vor.
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