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Hypothekenpfusch: US-Banken müssen zahlen

Von Apa/dpa | Aktualisiert vor 103 Tagen

Hunderttausende schuldengeplagte und teils von den Banken aus ihren Häusern vertriebene Amerikaner können aufatmen: Das Justizministerium hat sich mit fünf großen US-Banken auf einen 25 Mrd. Dollar schweren Vergleich verständigt.

Auch die Bank of America wird aller Voraussicht nach zur Kassa gebeten. Bild: SN/EPA

Hausbesitzer können mit jeweils 1500 bis 2000 Dollar rechnen sowie mit besseren Kreditbedingungen. Die Einigung verkündete Justizminister Eric Holder am Donnerstag in Washington. Die betroffenen Kreditinstitute sind die Bank of America, JPMorgan Chase, Wells Fargo, die Citigroup und Ally Financial. Schuldner im ganzen Land würden unter anderem von einer günstigeren Refinanzierung profitieren, sagte Holder. Ein staatlicher Aufseher soll künftig zudem dafür sorgen, dass sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen.
US-Präsident Obama würdigte den Milliarden-Vergleich als wichtigen "Anfang". Mehr Hilfen für die betroffenen Familien und zur Stützung des zerrütteten Immobilienmarktes seien nötig, sagte Obama. Er rief den Kongress auf, ein kürzlich von ihm vorgelegtes Maßnahmenpaket zu verabschieden, das hauptsächlich Millionen Hausbesitzern eine Refinanzierung erleichtern soll. Obama ging scharf mit den Banken ins Gericht. Er warf ihnen unverantwortliches, fahrlässiges und riskantes Vorgehen vor, das den "amerikanischen Traum" vom Hausbesitz für Millionen Menschen zerstört habe.
Hintergrund des Vergleichs sind fehlerhafte Zwangsvollstreckungen von Häusern sowie die hohen Kreditbelastungen vieler Amerikaner. Das Problem rührt noch aus der Immobilienblase vor dem Jahr 2007 her, als die Häuserpreise immer weiter gestiegen waren und selbst diejenigen noch Kredit bekamen, die kein Geld mehr hatten. Dann platzte die Blase: Die teuer gekauften Eigenheime verloren rasant an Wert und die gleichzeitig einsetzende Wirtschaftskrise ließ viele Menschen arbeitslos werden. Folge war, dass die Menschen ihre Raten nicht mehr zahlen konnten und ihr Haus verloren.
Bei den Pfändungen gingen die Banken jedoch nach Ansicht von US-Staatsanwälten schlampig vor. In vielen Fällen soll angesichts der schieren Masse nicht einmal mehr ein Sachbearbeiter drübergeschaut haben - er setzte einfach seine Unterschrift unter die Dokumente. Die Ermittlungen laufen seit längerem.



 

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