Zehntausende demonstrieren in Rom für Wachstum
Von Apa/dpa | 17.06.2012 - 12:27
Die großen Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL hatten zu der Kundgebung am Samstag aufgerufen, an der nach ihren Angaben 200.000 Menschen teilnahmen. "Den wirklichen Wandel, den das Land braucht, gibt es nicht", kritisierte CGIL-Chefin Susanna Camusso.
Zu einigen Zwischenfällen kam es bei kleineren Protestzügen in Bologna gegen den am Samstag in der Stadt anwesenden Regierungschef Monti. Gegner einer "Regierung der Banken" und die Polizei gerieten kurz aneinander, dann flogen auch Farbbeutel gegen den Sitz der Deutschen Bank. Die Demonstranten wenden sich gegen eine von den Finanzmärkten gelenkte Demokratie.
Die Regierung des früheren EU-Kommissars hatte am Freitag ein Maßnahmenpaket für Wachstum und Entwicklung im Krisenland Italien verabschiedet. Es soll nach einer Phase des harten Sparkurses die Wirtschaft ankurbeln. Monti setzt auf europäische Wachstumsimpulse, will Italien dabei aber ohne europäische Hilfsgelder voranbringen.
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