| | |

Welt | Politik

Westerwelle: Rohstoffe mit Waffengewalt sichern

Von Apa | Aktualisiert vor 109 Tagen

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle will den Zugang der deutschen Industrie zu Rohstoffen notfalls mit Waffengewalt sichern.

Westerwelle tritt verbal in Köhlers Fußstapfen. Bild: SN/apa (dpa)

"Die Wahrnehmung wirtschaftlicher Interessen, auch die Wahrnehmung von Rohstoff-Interessen, muss Teil unserer strategischen Überlegungen sein. Wegen einer ähnlichen Äußerung hatte vor zwei Jahren der deutsche Bundespräsident Horst Köhler zurücktreten müssen.
"Ich wundere mich, dass der von mir befürwortete Einsatz unserer Bundeswehr-Soldaten gegen Piraterie von einigen im Bundestag moralisch als nicht gerechtfertigt hingestellt wird", sagte Westerwelle in einem am heutigen Samstag in Auszügen veröffentlichten Interview mit der WirtschaftsWoche. "Es ist richtig, dass wir unseren Beitrag leisten, die internationalen Handelsstraßen zu schützen. Das sind strategische Interessen, es wäre falsch, sie nicht wahrzunehmen."
Weiters erklärte Westerwelle: "Dass wir wegen der Rohstoffe mit der Bundeswehr in Afghanistan seien, ist Unsinn. Aber dass wir in Afghanistan die Förderung von Rohstoffen unterstützen, um dem Land Einnahmen und eine gute Zukunft zu sichern, das ist wahr."
Wegen einer ähnlichen Äußerung hatte vor zwei Jahren der deutsche Bundespräsident Horst Köhler zurücktreten müssen. Er hatte nach einem Besuch in Afghanistan in einem Radiointerview gesagt, im Zweifel könne auch militärische Gewalt notwendig sein, um deutsche Interessen zu wahren, etwa jenes an freien Handelswegen. Ein Jahr später betonte der damalige Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg, Deutschland müsse seine Wirtschaftsinteressen auch militärisch absichern. Westerwelle sagte in dem Interview, er wolle die von Köhler angestoßene Diskussion "endlich fortsetzen".



 

Mehr zum Thema

0
 

mehr ›

Mehr Welt-Politik

 

mehr ›

Mehr Welt

 

mehr ›

Mehr Politik

 
 
 
KOMMENTARE ()
 

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare veröffentlicht.

 
Für diesen Artikel können derzeit keine Kommentare abgegeben werden.