Syrische Militäroffensive gegen Homs geht weiter
Von Apa/dpa/ag. | Aktualisiert vor 104 Tagen

Die Konflikte in Syrien gehen weiter. Symbolbild: SN/AP/dapd/Kadim
Unter arabischen Diplomaten wird erwogen, den "Nationalrat" als legitime Vertretung des syrischen Volkes anzuerkennen. Über diese Frage werde am Sonntag bei einem Treffen der Arabischen Liga in Kairo diskutiert, hieß es. Die sechs konservativen Monarchien des Golfkooperationsrates (GCC) - Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain, Vereinigte Arabische Emirate (VAE) und Oman - haben ihre Botschafter aus Syrien abgezogen.
Der Generalsekretär der Arabischen Liga, der Ägypter Nabil Elaraby, hatte am Mittwoch bei den Vereinten Nationen angefragt, ob diese UNO-Beobachter nach Syrien schicken könnten, die dort gemeinsam mit arabischen Beobachtern arbeiten könnten. Die im Dezember begonnene und Ende Jänner auf Betreiben der GCC-Staaten abgebrochene Beobachtermission der Liga, deren Wiederaufnahme Syriens Staatschef Assad gegenüber dem russischen Außenminister Lawrow befürwortet hat, verfehlte bisher ihr Ziel, die Angriffe des Militärs auf die Zivilbevölkerung zu beenden und die Freilassung aller politischen Gefangenen zu überwachen.
Deutschland hat unterdessen vier syrische Diplomaten ausgewiesen. Die Aktion steht offensichtlich in Zusammenhang mit Einschüchterungsversuchen des syrischen Regimes gegen Exil-Oppositionelle. Bei den vier Diplomaten handelt es sich um drei Männer und eine Frau, die in der Botschaft angestellt waren. Zu den Gründen für die Ausweisung äußerte sich Außenminister Westerwelle zunächst nicht im Detail.
In Peking ist eine Delegation der syrischen Opposition mit dem chinesischen Vize-Außenminister Zhai Jun zusammengetroffen. In dem Gespräch habe Zhai die Position Chinas deutlich gemacht, wonach in dem Konflikt beide Seiten die Gewalt beenden sollten und Präsident Assad den Dialog mit der Opposition aufnehmen müsse. China hatte ebenso wie Russland im UNO-Sicherheitsrat sein Veto gegen einen von Marokko-eingebrachten Syrien-Resolutionsentwurf eingelegt.
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