Welt | Politik

Syrien: UN-Experten beschossen - bald Militärschlag?

|

Die Chemiewaffenexperten der UNO sind am Montag bei ihrer Suche nach Beweisen für einen Giftgaseinsatz in Syrien beschossen worden. Die westlichen Staaten wollen eine Intervention vorbereiten.

1 von
Geflüchtete Syrer protestieren vor der russischen Botschaft in Istanbul. Russland warnte den Westen am Montag vor einem militärischen Eingreifen in Syrien. Bild: SN/EPA

Geflüchtete Syrer protestieren vor der russischen Botschaft in Istanbul. Russland warnte den Westen am Montag vor einem militärischen Eingreifen in Syrien.

Bild: SN/EPA

Der Konvoi der UN-Waffenexperten. Bild: SN/AP

Der Konvoi der UN-Waffenexperten.

Bild: SN/AP

Der Konvoi der UN-Waffenexperten. Bild: SN/AP

Der Konvoi der UN-Waffenexperten.

Bild: SN/AP

Der Konvoi der UN-Waffenexperten. Bild: SN/EPA

Der Konvoi der UN-Waffenexperten.

Bild: SN/EPA

Ake Sellström leitet das Untersuchungsteam. Bild: SN/EPA

Ake Sellström leitet das Untersuchungsteam.

Bild: SN/EPA

UN-Diplomatin Angela Kane. Bild: SN/AP

UN-Diplomatin Angela Kane.

Bild: SN/AP


Ein UNO-Sprecher teilte mit, der erste Wagen der Fahrzeugkolonne sei mehrfach von Heckenschützen beschossen worden, gerade als der Konvoi von der Zone, die die Regierung kontrolliert, in das Gebiet der Rebellen fahren wollte. Das Team sei aber in Sicherheit, teilten die Vereinten Nationen mit.

Regimegegner berichteten, regierungstreue Milizen hätten vom Messe-Militärflughafen aus das Feuer auf das UN-Team eröffnet. "Sie wollen verhindern, dass die Inspektoren zu uns kommen", sagte ein Revolutionär. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete dagegen, "bewaffnete Terrorgruppen" hätten die Inspekteure angegriffen.

Die Union von Christen und Muslimen gegen Staatschef Assad berichtete auf ihrer Facebook-Seite, die Inspektoren hätten in einem medizinischen Zentrum in Moadhamijat al-Sham mit Ärzten, Überlebenden der Giftgasangriffe sowie mit den Angehörigen einiger Todesopfer gesprochen. Aktivisten veröffentlichten Videoaufnahmen von diesen Gesprächen.

Inzwischen geht die Gewalt in den Bürgerkriegsland unvermindert weiter. Die Rebellen töteten laut Oppositionsangaben bei Kämpfen in der Provinz Aleppo mindestens 53 regierungstreue Soldaten. Bei den Gefechten um die Ortschaft Khanasir seien auch 16 Aufständische tödlich verletzt worden, hieß es. Nach heftigen Kämpfen sollen die Rebellen die Ortschaft unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Russland warnte unterdessen den Westen vor einem militärischen Eingreifen in Syrien. Es sei eine Illusion zu glauben, das Zerstören militärischer Infrastruktur des Regimes reiche aus, den Bürgerkrieg zu beenden, sagte Außenminister Lawrow in Moskau. Zuvor hatten westliche Staaten und ihre Partner angekündigt, eine Intervention vorzubereiten, sollten sich Berichte vom Chemiewaffeneinsatz des syrischen Regimes weiter erhärten.

 
Teilen
Facebook Twittern Google+ Versenden Drucken
0
 
ANZEIGEN
Dieser Artikel kann nicht kommentiert werden
 
KOMMENTARE (0)