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Welt | Politik

Proteste gegen Koran-Verbrennung in Afghanistan

Von Apa/ag. | Aktualisiert vor 91 Tagen

Bei Protesten gegen die Koranverbrennung auf einem US-Stützpunkt in Afghanistan sind am Mittwoch acht Demonstranten getötet worden. Präsident Karzai forderte die USA auf, das Gefängnisses von Baghram an die Afghanen zu übergeben.

Afghanen machen ihrem €rger Luft. Bild: SN/apa (epa)

Im Bezirk Shinwar in der Provinz Parwan nördlich von Kabul starben sechs Menschen, wie eine Sprecherin der Provinzbehörden sagte. Bei Zusammenstößen mit der Polizei seien 13 weitere Menschen verletzt worden. Die Demonstranten hätten die Beamten mit Steinen beworfen. Jeweils einen weiteren Toten gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Kabul und in der ostafghanischen Stadt Jalalabad.

In Kabul setzten wütende Demonstranten nach Angaben der Polizei Fahrzeuge in Brand und griffen Geschäfte an, hunderte Afghanen lieferten sich Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften. Dabei wurde auch auf die Demonstranten geschossen. Vor dem US-Stützpunkt Camp Phoenix in Kabul warfen Demonstranten mit Steinen, die Soldaten schossen daraufhin in die Luft. Von brennenden Autoreifen stieg schwarzer Rauch auf.

Bereits am Dienstag hatten tausende Afghanen den Stützpunkt Baghram attackiert, nachdem bekannt geworden war, dass US-Soldaten dort Ausgaben des Koran verbrannt hatten. In einer Stellungnahme entschuldigte sich der Oberkommandierende der NATO-geführten Afghanistantruppe ISAF, US-General John Allen, für den Vorfall und ordnete eine umfassende Untersuchung an. US-Verteidigungsminister Panetta bedauerte die "unangemessene Behandlung" von Ausgaben des Korans.



 

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