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EU erwägt Schuldenerlass für Staaten Nordafrikas

Von Apa/ag. | Aktualisiert vor 91 Tagen

Als Gegenleistung für demokratische Reformen könnte die EU den Staaten des "Arabischen Frühlings" Schulden erlassen. Die Möglichkeit werde derzeit geprüft, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus EU-Kreisen.

Reformen und Freihandelsabkommen als Gegenleistung. Bild: SN/apa (epa)

Entsprechende Vorschläge sollen demnach beim EU-Gipfel am 1. und 2. März erörtert werden. Angetrieben werden sie Diplomaten zufolge vor allem von Frankreich. Am heutigen Donnerstag sollen die EU-Botschafter der 27 Mitgliedstaaten über die Pläne beraten. "Rechnen Sie mit einer lebhaften Diskussion", sagte ein ranghoher EU-Vertreter.

Ein Jahr nach Beginn des "Arabischen Frühlings", der zu Umstürzen in Ägypten, Tunesien und Libyen führte, verlangen die EU-Staaten nach deutlicheren Reformen in den Ländern. In einer Passage der Gipfelerklärung soll den Angaben zufolge darauf hingewiesen werden, dass die Regierungen der Europäischen Union "rasche Fortschritte" bei Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit den südlichen Nachbarn verlangen.

Ein Vertreter eines EU-Mitgliedstaates in Brüssel sagte, es sei noch unklar, in welcher Größenordnung Schulden erlassen werden könnten. Es gehe aber möglicherweise um "Milliarden von Dollar". Der Vorstoß dürfte auf Widerstand der EU-Staaten stoßen, die selbst auf Hilfen der Europäischen Union angewiesen sind.



 

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