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Welt | Politik

Berlusconi will nicht mehr Premier werden

Von Apa | Aktualisiert vor 108 Tagen

Der italienische Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi will nicht mehr für das Amt des Regierungschefs kandidieren. In einem Interview mit der rechten Tageszeitung "Libero" dementierte er Gerüchte über ein politisches Comeback.

Berlusconi ist für eine Wahlrechtsreform. Bild: SN/apa (epa)


Er wolle sich jetzt für eine Wahlrechtsreform einsetzen mit einer höheren Hürde für den Einzug ins Parlament.
Nach dem Ende der Amtszeit seines Nachfolgers Mario Monti im Frühjahr 2013 werde er den Vorsitzenden seiner Mitte-rechts-Partei "Volk der Freiheit" (PdL), Angelino Alfano, als Premiers-Kandidat unterstützen. "Ich will Alfano, der sehr gut ist, Platz machen. Mit dem derzeitigen System hätte es keinen Sinn, ein weiteres Mal die Regierung des Landes zu übernehmen", so Berlusconi.
Berlusconi lobte Monti. "Ich kenne schon seit langem seine Qualitäten. Ich war derjenige, der ihn für das Amt des EU-Kommissars im Jahr 1994 vorgeschlagen hat", meinte Berlusconi. Monti, der nach dem Abtritt Berlusconis in der Schuldenkrise einer Expertenregierung vorsteht, solle seine Arbeit fortsetzen, seine PdL-Partei werde ihn weiterhin unterstützen.
Berlusconi erklärte sich wegen der Wirtschaftslage in Italien und Europa besorgt. "China und andere Schwellenländer greifen unsere Unternehmen an, indem sie mit niedrigsten Preisen produzieren. Ich weiß nicht, wie es enden wird", betonte der Ex-Premier.
Kritik übte Berlusconi an Deutschland und seiner Position in der Schuldenkrise. "Deutschland ist sich nicht im Klaren, wie wichtig eine wirklich funktionsfähige Europäische Zentralbank ist", so Berlusconi.



 

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