Aufstand in Syrien erreicht die Tore von Damaskus
Von Apa/ag. | 26.01.2012 - 13:43

105 Beobachter sind derzeit in Syiren – und können offenbar auch nichts gegen die Gewalt im Land unternehmen. Bild: SN/apa (archiv/epa)
Zeitgleich mit der Wiederaufnahme ihrer Beobachterarbeit forderte die Arabische Liga in scharfer Form ein Ende der Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Auf diplomatischer Ebene dauerte das Ringen um eine Lösung der Krise um den unter Rücktrittsdruck stehenden Präsidenten Assad an.
Seit den Morgenstunden waren im Vorort Douma Kämpfe im Gange, wie ein Armeeoffizier einer Nachrichtenagentur sagte. Die Sicherheitskräfte suchten in der Hochburg der Regierungsgegner nach Waffen und steckbrieflich gesuchten Personen. Die in London ansässige Organisation Syrian Observatory for Human Rights sprach von 200 Festgenommenen. Kämpfe wurde auch aus den Vororten Harasta und Irbin gemeldet.
Die arabischen Beobachter kehrten unverrichteter Dinge an dem Kontrollpunkt um. Sie zeigten sich zudem verunsichert über den Sinn ihres um einen Monat verlängerten Einsatzes. Oppositionsgruppen werfen ihnen vor, das gewaltsame Vorgehen der Regierung diplomatisch zu bemänteln.
In scharfen Worten forderte Liga-Chef Elaraby das Ende des Militäreinsatzes gegen wehrlose Zivilisten. Die Staatengruppe sei über das anhaltende Töten und die Gewalt in Syrien besorgt. Seit Beginn des Aufstandes gegen den seit mehr als 40 Jahren herrschenden Assad-Clan sind nach Schätzungen der UN mehr als 5500 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung spricht von 2000 Toten, bei denen es sich überwiegend um Angehörige der Sicherheitskräfte handeln soll.
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