US-Drohne tötet Al-Kaida-Anführer
Von Apa/ag | Aktualisiert vor 104 Tagen

Eine US-Drohne soll Al-Kaida-Anführer Badr Mansoor getötet haben. Symbolbild: SN
Badr Mansoor sei am frühen Morgen nahe der afghanischen Grenze getötet worden, sagten Beamte des pakistanischen Geheimdienstes und ein Mitglied des Terrornetzwerks. Der Mann zählte zu den Hauptzielen der US-Streitkräfte.
Bei dem Angriff sind nach Geheimdienstangaben insgesamt mindestens vier Extremisten getötet worden. Der US-Angriff erfolgte den Angaben zufolge in Miranshah im Stammesgebiet von Nord-Waziristan. Die Gegend gilt auch als wichtiger Rückzugsort für mit Al-Kaida verbündete pakistanische Taliban-Mitglieder. Auch andere militante Gruppen sollen sich in den halbautonomen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan sammeln.
Mansoors Tod sei ein schwerer Schlag für Al-Kaida in Pakistan, sagte ein ranghoher pakistanischer Beamter AFP. Nach dem Tod des früheren pakistanischen Al-Kaida-Anführers Ilyas Kashmiri sei Mansoor "de facto zum Al-Kaida-Chef" in dem Land aufgestiegen. Demnach soll er zahlreiche extremistische Kämpfer nach Afghanistan entsandt haben.
Mansoor soll zudem für Anschläge mit zahlreichen Toten verantwortlich sein und zählte schon seit längerer Zeit zu den Hauptzielen der US-Streitkräfte. Sollte sein Tod offiziell bestätigt werden, wären dies "exzellente Nachrichten für den Kampf gegen den Terrorismus", sagte ein westlicher Terrorismusexperte in der Region.
Nach zwei Monaten Unterbrechung hatten die USA ihre Drohnenangriffe in den pakistanischen Stammesgebieten Anfang Jänner wieder aufgenommen. Die Einsätze waren im November ausgesetzt worden, nachdem bei einem NATO-Angriff 24 pakistanische Soldaten getötet worden waren.
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