Neuseeland ist Buchmessen-Ehrengast
Von Apa | 10.09.2012 - 11:33

Neuseeland ist das große Thema der Buchmesse. Bild: SN/apa (archiv, epa)
66 neu ins Deutsche übersetzte Bücher hatten die Organisatoren des Buchmessen-Auftritts versprochen - in den vergangenen Jahren waren es meist so um die zehn. Kevin Chapman, der Präsident des neuseeländischen Verlegerverbandes, erhofft sich 2012 in Deutschland "eine Verkaufssteigerung von etwa 600 Prozent".
Ohne Koch- und Reisebücher, Fotobände und Wiederauflagen alter Werke schrumpft die Liste schnell zusammen. Und nicht überall, wo in den Buchhandlungen Neuseeland drauf steht, ist auch Neuseeland drin. Einige Autoren - wie Anthony McCarten - sind zwar dort geboren, leben aber im Ausland. Andere - wie Linda Olsson - stammen eigentlich aus anderen Ländern.
Wer aus den Neuerscheinungen etwas über das Land erfahren möchte, hat ein Problem: Er hat die Wahl zwischen literarisch hochwertigen Büchern, die mit Neuseeland wenig zu tun haben, und nicht so gelungenen Werken, die dafür tiefer im Land verwurzelt sind.
Neu im Programm: "Der junge William Fox" von Peter Walker, die wahre Geschichte eines Eingeborenen-Kindes, das von Briten entführt, getauft, in einen Anzug gesteckt und vom Premierminister adoptiert wird. Oder "Rangatira" von Paula Morris (Walde+Graf) über Maori-Anführer, die 1863 mit dem Schiff nach England reisen, um sich wie Zootiere ausstellen zu lassen und der Queen die Hand zu schütteln.
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