Waldbrände bei Colorado Springs immer verheerender
Von Apa/dpa | 27.06.2012 - 23:23
Auch im Bundesstaat Utah wüten seit Tagen mehrere Brände, ein Mensch kam ums Leben. Nach Angaben der "Salt Lake Tribune" wurde in einem Feuergebiet im Landkreis Sanpete eine Leiche gefunden.
In weiten Teilen von zehn westlichen Bundesstaaten herrscht wegen brütender Hitze und Trockenheit extreme Feuergefahr. In der Region von Colorado Springs brannten zahlreiche Häuser ab, wie die "Denver Post" berichtete. Eine apokalyptisch wirkende Rauchwolke hänge über der 420.000 Einwohner zählenden Stadt an den Ausläufern der Rocky Mountains. Wohngebiete und die im Stau steckenden Autos fliehender Menschen seien von Asche bedeckt worden. Die in Richtung Osten führenden Straßen von Colorado Springs seien verstopft. "Die Menschen drehen durch", sagte eine Augenzeugin. "Man fährt durch Qualm, es ist pechschwarz, und es fällt tonnenweise Asche auf die Straße."
Bei brütender Hitze und großer Trockenheit fachten Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern die Flammen immer wieder explosionsartig an. In Colorado Springs kletterten die Temperaturen auf 38 Grad Celsius. Die Rekord-Hitze hält schon seit fünf Tagen an, und Meteorologen sagen voraus, dass es sich zumindest vorerst nicht merklich abkühlen wird.
US-Präsident Obama kündigte eine Reise ins Krisengebiet an, um sich einen eigenen Eindruck von der Katastrophe verschaffen. Er wolle den Einsatzkräften an Ort und Stelle danken, teilte das Weiße Haus am Mittwoch in Washington mit. Zugleich sicherte er den ebenfalls von Großfeuern betroffenen rund zehn Staaten an der Westküste Unterstützung zu.
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