Welt | Chronik 

Lebensgefährlich hohe Strahlung im AKW Fukushima

Von Apa/ag. | 27.06.2012 - 19:16

Der Energiekonzern Tepco teilte am Mittwoch mit, dass im Reaktor eins des Atomkraftwerks Fukushima Rekordwerte an Radioaktivität festgestellt worden seien. Die Strahlung sei so stark, dass ein Mensch schon nach kurzer Zeit sterben würde.

Lebensgefährlich hohe Strahlung im AKW Fukushima

Rekordwerte an Radioaktivität. Bild: SN/apa (epa)

Nach nur 20 Sekunden unter solchem Strahlungseinfluss sei die zulässige Jahresdosis für Arbeiter des Atomkraftwerks erreicht. Aufgrund der radioaktiven Strahlung müsse der Abbau dieses Teils der Anlage mit Hilfe von Robotern erfolgen, teilte Tepco mit. Das Betreiberunternehmen hatte für die Messung eine Kamera und andere Utensilien über die Kanalisation in das Reaktorgebäude gebracht. Die dortigen Strahlenwerte sind dort zehn Mal höher als in den anderen beiden ebenfalls havarierten Reaktoren zwei und drei.

In den drei Meilern war es im März 2011 nach einem Stromausfall in Folge eines Erdbebens und eines Tsunamis zu einer Kernschmelze gekommen. Die vier Reaktoren in Fukushima sollen nun demontiert werden. Dazu muss wegen der hohen Strahlenbelastung noch Spezialtechnik entwickelt werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich 40 Jahre lang.

 
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