Welt | Chronik 

Experten starten optimistisch in Aids-Konferenz

Von Apa/dpa | 22.07.2012 - 21:41

Zuversicht zum Auftakt der Welt-Aids-Konferenz: Unter dem Motto "Gemeinsam das Blatt wenden" sind 25.000 Teilnehmer am Sonntag in Washington in das sechstägige Treffen gestartet.

Experten starten optimistisch in Aids-Konferenz

Aids-Prävention greift Experten zufolge besser. Bild: SN/apa (epa)

Man sei "optimistisch wie seit vielen Jahren nicht mehr, dass wir einen Impfstoff finden und diese Epidemie beenden können", hieß es im Vorfeld des Treffens. Sorgen bereiten den Experten die zunehmende Resistenz gegen HIV-Medikamente und steigende Infektionszahlen in Zentralasien, Osteuropa, dem Mittleren Osten und Nordafrika.

Als Reaktion hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in der vergangenen Woche angekündigt, den ehemaligen Direktor des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, Michel Kazatchkine, als HIV/Aids-Sondergesandten für Osteuropa und Zentralasien einzusetzen.

Am Sonntagabend sollte die Konferenz mit einer feierlichen Zeremonie offiziell eröffnet werden. Dazu wurde auch Weltbank-Präsident Jim Yong Kim erwartet. Ban und US-Präsident Obama wollten per Videobotschaft zu den Teilnehmern sprechen. Außerdem sollten am Abend die iranischen Brüder, Aids-Forscher und Menschenrechtsaktivisten, Arash und Kamiar Alaei, mit dem Elizabeth-Taylor-Preis der Stiftung für Aids-Forschung ausgezeichnet werden. Überreichen sollte den Preis die Hollywood-Schauspielerin Sharon Stone.

Es ist die erste Aids-Konferenz in den USA seit mehr als 20 Jahren, weil erst vor zwei Jahren ein seit 1987 bestehendes Einreiseverbot für HIV-Infizierte aufgehoben worden war. Experten kritisierten, dass viele Länder immer noch Einreisebeschränkungen und -verbote aufrechterhalten.

 
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