Tausende Australier flüchten vor Flut
Von Apa/dpa | Aktualisiert vor 108 Tagen

Das Hochwasser verwüstet die Felder. Bild: SN/apa (epa)
Die Bewohner von St. George im Südwesten von Queensland sollten die Kleinstadt verlassen. In dem Viehzüchter-Distrikt leben etwa 3.800 Menschen. Starker Regen hat die Flüsse in Queensland auf Rekordstände anschwellen lassen.
"Dies ist eine sehr ernste Lage und ich möchte alle Menschen dringend bitten, zu kooperieren", sagte die Ministerpräsidentin von Queensland, Anna Bligh. Sie besichtigte am Sonntag die Dämme in St. George, die an einigen Stellen schon Lecks aufwiesen. Nur eine Straße verband die Stadt noch mit höher gelegenen Gebieten. Die Regierung hatte zunächst zu einer freiwilligen Räumung aufgefordert, im Laufe des Tages spitzte sich die Lage allerdings zu. Ein Hubschrauber und Transportflugzeuge des Militärs sollten Patienten aus dem Krankenhaus von St. George in Sicherheit bringen.
Provisorischen Sperren hielten die Fluten zurück, die nach Medienangaben auf fünf Kilometer Breite und sieben Meter Höhe angeschwollen sind. Es sei zu spät, die Dämme noch weiter zu erhöhen, sagte die Ministerpräsidentin. Schon im Jahr 2010 hatte Hochwasser den Viehzüchter-Ort verwüstet, als der Balonne-Fluss auf einen Stand von 13,5 Meter stieg. Für den kommenden Dienstag wird ein Pegelstand von bis zu 15 Metern erwartet.
Am Sonntag bargen Rettungskräfte die Leiche einer Frau. Sie war am Vortag vor den Augen der Retter von einem Hochwasser führenden Fluss nahe der Stadt Roma weggerissen worden. Ihren Sohn konnte die Frau in letzter Sekunde den Helfern übergeben. Sie hatte versucht, mit ihrem Pickup den Fluss zu überqueren. Ein Teil der Wassermassen bewegte sich am Sonntag nach Süden und bedrohte den Bundesstaat New South Wales.
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