Rund 50 Tote bei Zugsunfall in Buenos Aires
Von Apa/ag. | Aktualisiert vor 91 Tagen

Ein Polizist hilft einem Verletzten nach dem Zugunglück.
Der mit 2.000 Menschen besetzte Zug war in der Früh mit rund 20 Stundenkilometern in den Kopfbahnhof Once eingefahren und dort ungebremst gegen einen Prellbock gestoßen. Nach Angaben von Verkehrsminister Schiavi erlitten viele der Verletzten Brüche, Quetschungen und Schürfwunden sowie schwerere Verletzungen wie Brustkorbprellungen. Die Waggons hätten sich bei dem Aufprall ineinandergeschoben, einer davon habe sich sechs Meter weit in einen anderen Wagen verkeilt. Schiavi zufolge gibt es Videoaufnahmen von dem Unfall, die nun bei der Suche nach der Unglücksursache ausgewertet werden sollen.
Dutzende Rettungswagen rasten nach dem Aufprall zu dem Bahnhof. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie der Zugführer aus den Wrackteilen befreit und zahlreiche Verletzte auf Tragen abtransportiert wurden. "Der Zug war voll und der Aufprall war furchtbar", berichtete einer der Insassen im Fernsehen. Die Rettungskräfte seien vom Anblick der blutüberströmten Fahrgäste überwältigt und mit der Situation überfordert gewesen. Sanitäter und Feuerwehr waren über Stunden hinweg im Einsatz, um die in den Wrackteilen eingeschlossenen Fahrgäste zu befreien.
Die Züge des betroffenen Unternehmens stammen aus den 60er Jahren. Behördenvertreter äußerten die Vermutung, wegen mangelnder Wartung könnten die Bremsen des Zuges versagt haben.
Die Bahnlinie Sarmiento verbindet das Zentrum von Buenos Aires mit den dicht besiedelten Gebieten im Westen der Hauptstadt. Erst im September hatte es dort ein schweres Zugsunglück gegeben, als im morgendlichen Berufsverkehr zwei Züge und ein Bus kollidierten. Elf Menschen wurden dabei getötet und mehr als 200 verletzt.
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