ÖAMTC-Hubschrauber bei Ski-WM im Einsatz
Von Sn, Apa | 15.01.2013 - 11:57

Symbolbild: SN/GEPA
Seit drei Jahren gibt es diese Kooperation zwischen dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) und den Flugrettern - im Zuge dessen steht bei allen vom ÖSV veranstalteten Speed-Rennen ein Notarzthubschrauber bereit.
"Diese Kooperation in punkto Sicherheit ist nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch auf internationaler Ebene einzigartig", meinte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Für Schladming bedeutet dies konkret: "An allen Renn- und Trainingstagen ist eine komplette Christophorus-Crew unmittelbar neben der Rennstrecke in permanenter Einsatzbereitschaft", erklärte Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. "Pilot, Notarzt und Flugrettungssanitäter können so im Fall der Fälle unverzüglich aufsteigen und eine optimale medizinische Erstversorgung direkt am Unfallort gewährleisten."
Bei den Rennen soll dies besonders schnell erfolgen, laut Flugrettung wird in Schladming am Heli auch immer ein Fixtau eingehängt sein. Denn wenn eine Landung des Notarzthubschraubers in unmittelbarer Nähe zum Unfallort nicht möglich ist, wird der Notarzt gemeinsam mit dem Flugrettungssanitäter mittels Tau zur Unglücksstelle geflogen. Hat der Pilot die Einsatzkräfte abgesetzt, beginnen sie mit der Erstversorgung des Verunfallten. Anschließend wird der Patient in den dafür vorgesehen Bergesack mit Vakuummatratze gelagert und gemeinsam mit Notarzt und Sanitäter am Tau hängend zum Standplatz zurückgeflogen.
Nach der weiteren medizinischen Versorgung wird der Sportler für den Transport in den Notarzthubschrauber umgebettet. In diesem "fliegenden Schockraum" wird der Patient permanent überwacht, lebenserhaltende Maßnahmen werden getätigt. Größere Eingriffe erfolgen dann erst im Krankenhaus.
Österreichweit verfügt der ÖAMTC über 16 Ganzjahresstützpunkte und 18 Hubschrauber. Im Winter kommen nochmals sechs Stützpunkte hinzu, die gemeinsam mit Partnern betrieben werden. "In allen österreichischen Skigebieten können Skifahrer bei Unfällen mit der raschen und kompetenten Hilfe aus der Luft rechnen", versicherte Kraxner. Als Back-up für Schladming fungiert der Christophorus 14, der in Niederöblarn stationiert ist und binnen weniger Flugminuten zum WM-Gelände kommen könnte.
Prinzipiell ist das Team maximal drei Minuten nach der Alarmierung in der Luft. Im Schnitt vergehen 13 Minuten, bis einer der vier Millionen Euro teuren Hubschrauber am Unglücksort eintrifft. "Verunfallte können auch an entlegenen Stellen schneller erreicht, geborgen und ärztlich versorgt werden", sagte Kraxner. "Die frühe medizinische Erstversorgung verbunden mit einer entsprechenden Schmerztherapie sowie die rasche Rettungsaktion helfen einen oft langwierigen Heilungsprozess zu verkürzen."
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