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Bürgerprogramm: 10 Themen, über die Österreich reden muss

Österreichs Politik ist nicht reformfreudig. Gemacht wird nur, was notwendig ist. Die SN stellen zehn Themen zur Diskussion, die den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig sind.

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Bürgerprogramm: 10 Themen, über die Österreich reden muss

Diskutieren Sie mit! Bild: SN/sn

1. Pflege

Die Menschen werden immer älter. Das Pflegesystem ist darauf noch nicht vorbereitet.
Die Lebenserwartung steigt. Im Jahr 2050 soll es bei 90 Jahren liegen. Das ist gut - stellt die Gesellschaft aber vor große Herausforderungen. So ist nicht geklärt, wie die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen organisiert werden soll.

2. Gesundheit

Noch funktioniert unser Gesundheitssystem. Wie lang können wir es uns aber leisten?
Wer in Österreich krank wird, wird ansprechend behandelt. Damit dafür auch in Zukunft Geld da ist und es zu keiner Zwei-Klassen-Medizin kommt, muss effizienter gearbeitet werden. Vorschläge gibt es viele, konkrete Pläne wenige.

3. Teures Leben

Das tägliche Leben wird immer teurer. Die Einkommen hingegen stagnieren.
Ein Blick auf die Rechnung macht sicher. Die Kosten für den täglichen Einkauf steigen rasant. Aber auch Wohnen wird immer teurer. Und das Traurige daran: Die Politik schaut dem Treiben hilflos zu.

4. Mitsprache

Die Bürger haben durch die digitale Revolution neue Möglichkeiten, sich zu artikulieren. Wirklich mitreden dürfen sie nicht.
Diese Diskrepanz führt zu Frust, Ärger und Desinteresse an der Politik. Für die Demokratie ist das schädlich. Mehr Mitsprache für die Menschen ist notwendig.

5. Pensionen

Ein Leben lang arbeiten und im Alter darben, weil die Pension nicht reicht. Ist das die Zukunft?
Es ist ein Dauerthema der Politik und wird es bleiben. Es ist vollkommen unklar, wie die Pensionen auf Dauer gesichert werden können. Die Politik dreht ständig an vielen Rädern, ob das reicht, weiß niemand.

6. Arbeitsplätze

Die Arbeitslosigkeit steigt. Die Politik ergeht sich in Durchhalteparolen.
Die Geißel Arbeitslosigkeit hat halb Europa fest im Griff. Auch in Österreich gibt es immer mehr Menschen, die keinen Job haben. An Möglichkeiten, Arbeit zu schaffen und den Wirtschaftsstandort attraktiver zu machen, fehlt es nicht.

7. Nachhaltig

Die Welt hat Fieber. Um sie zu heilen, müssen die Menschen sparsamer wirtschaften.
Der Klimawandel und seine Folgen sind in aller Munde. An Konzepten und Ideen, wie er hintangehalten werden kann, fehlt es nicht. Die Maßnahmen, die die Politik eingeleitet hat, sind bisher nur Stückwerk, das nicht nachhaltig ist.

8. Steuer

Das Steuersystem ist ungerecht. Das gehört geändert. Und auch die Höhe der Steuern.
Österreich ist ein Hochsteuerland. 44,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nimmt der Staat über Steuern und Sozialabgaben ein. Das muss sich ändern, damit das Land konkurrenzfähig bleibt und den Menschen mehr Geld zum Leben bleibt.

9. Bildung

Das Bildungssystem ist teuer und bringt nicht die gewünschten Ergebnisse. Wo liegt der Ausweg?
In internationalen Bildungstests schneidet Österreich nicht gut ab. Dabei wird viel Geld in das System gepumpt. Das Problem: SPÖ und ÖVP haben unterschiedliche Ideen, wie die Schule besser werden soll.

10. Sicherheit

Mehr Gewaltdelikte, mehr Einbrüche. Ist Österreich nicht mehr sicher?
Die ruhigen Zeiten sind in Österreich vorbei. Die Kriminalität steigt. Und das beunruhigt die Bürgerinnen und Bürger. In Zeiten offener Grenzen tut sich die Polizei im Kampf gegen das Verbrechen zunehmend schwer.

Die SN werden in den kommenden Wochen umfassend über die zehn Punkte des Bürgerprogramms berichten. Wie könnten ansprechende Lösungen aussehen? Diskutieren Sie mit!

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KOMMENTARE (14)
 

Willi Nicka

19.09.2013 
12:56 Uhr

Bildung:Gesamtschule fuer 6 bis 14jaehrige/Ganztagsschule von 8.30 - 16.00h/Direktoren waehlen sich ihre lehrer aus/jede schule entscheidet se lbst, wie sie ihre unterrichtszeit gestaltet/direktoren weden von eltern,lehrern und gemeinde gewaehlt und dann super weitergebildet/unterrichtsstoff wird von schuelern in modulen absolviert-sitzenbleiben wird hinfaellig/oefis richten sich nach schulen und nicht umgekehrt/foerderung auch fuer begabte kinder!/etc.etc. so stelle ich mir ungefaehr die......

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David Maislinger

17.09.2013 
13:06 Uhr

Die Schere zwischen Arm und Reich bricht auseinander und die finanzielle Last drückt immer schwerer auf den Schultern. Will man ernsthaft etwas dagegen unternehmen, müssen wir neben den ganzen versprochenen Steuerzuckerln über eine Abschaffung der Zinsen und Zinseszinsen diskutieren. Das ist die Ursache Nr.1, die treibende Kraft die Arm und Reich auseinanderreissen lässt. Unsere Regierung muss sich Geld drucken können ohne teure Zinsen zu bezahlen... und warum habe ich nur 500 Zeichen?

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Johann Reisinger

12.09.2013 
20:51 Uhr

zu Pkt 1- Pflege: Mit einem neuen Pflegefondgesetz peilt Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) an, dass zur Finanzierung der Pflege bis 2016 insgesamt 650 Millionen Euro in die Bundesländer fließen. Wie wird die Pflegevorsorge ab dem Jahr 2016 organisiert werden? Die sofortige Einführung einer staatlichen Pflegeversicherung wird erforderlich sein, denn die Steiermark ist das einzige Bundesland indem Angehörige zu Regresszahlungen herangezogen werden und damit ca. 10 Millionen EURO einnimmt.

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