Trail Running ist gut für die Gesundheit!
Von | 04.06.2012 - 15:53
SN: Was sind die wesentlichen Charakteristika des Trail Running Sports?
Dr. Fink: Trail Running ist eine Ganzkörperbelastung, die neben Ausdauer auch Gleichgewicht, Sensomotorik und Kraft trainiert.
SN: Worin liegen die Vorteile des Trail Running gegenüber des reinen Asphaltlaufens?
Dr. Fink: Trail Running ist aufgrund der vielfältigen Ansprüche an den Bewegungsapparat, aber auch aufgrund des Erholungseffektes, den die natürliche Umgebung bietet, dem Asphaltlaufen überlegen. Die eher stereotype Belastung beim Straßenlauf führt auch leichter zu Überlastungsproblemen des Fußskelettes und der Fußmuskulatur.
Dr. Hoser: Die Vorteile des Trail Running sehe ich in erster Linie in einer besseren Trainingswirkung auf die Stabilisationsmuskulatur am Stamm, d.h. um das Becken und in der Wirbelsäule und dadurch Verhinderung von Kreuzschmerzen und Instabilitäten im Beckenbereich.
Reini Huber: Allein schon durch die sich stetig verändernde Umgebung ist das Trail Running einfach abwechslungsreicher. Unterschiedliche Bodenverhältnisse, abwechselnde Bergauf- und Bergabpassagen machen diese Laufart zu einem intensiven Ganzkörpertraining. Durch die natürlichen Bodenunebenheiten kommt es zu einem ständigen Belastungswechsel im Fußbereich, dadurch wird der Muskel-Sehnen-Bandapparat besonders gefordert und gekräftigt.
SN: Welche Muskelbereiche werden beim Trail Running trainiert?
Dr. Fink: Trail Running beansprucht neben der Fuß - und Beinmuskulatur vor allem auch den Bereich der Hüftmuskulatur.
Reini Huber: Trail Running ist ein Ganzkörpertraining, wobei besonders die Fuß- und Beinmuskulatur beansprucht wird. Aber auch die Becken-Rumpfmuskulatur, die für eine optimale Laufposition mitverantwortlich ist, wird ordentlich gefordert.
Welche positiven gesundheitlichen Aspekte sehen Sie im Trail Running Sport?
Dr Fink: Trail Running bringt neben einer Leistungssteigerung im Herz-Kreislaufsystem vor allem auch positive Aspekte für den Bewegungsapparat mit sich. Nicht zu vergessen ist aber auch der psychische Erholungswert der mit Bewegung in der Natur verbunden ist.
Reini Huber: Die vielfältigen Ansprüche des Trail Running an den gesamten Bewegungsapparat und der Erholungseffekt durch die natürliche Umgebung machen diesen Sport so attraktiv. Mit einem geringen Aufwand kann man Trail Running fast zu jeder Zeit zu Hause, im Urlaub oder auf der Geschäftsreise ausüben, ein wichtiger Faktor für die Bewegungsmotivation vieler Menschen.
SN: Ist Pulskontrolle sinnvoll bzw. notwendig, und wie kann ich die Signale meines Körpers am Besten deuten und verwerten?
Dr. Hoser: Wenn man ganz konsequent auf ein Ziel hin trainiert, ist der Einsatz von Pulskontrolle für viele Athleten sinnvoll. Für jemanden der hobbymäßig / freizeitmäßig aus dem Gesundheitsaspekt heraus trainiert, ist die jährliche Überprüfung auf dem Laufband beim Sportarzt optimal. Dort kann man dann seine Laufgeschwindigkeit für die verschiedenen Trainingsintensitäten ermitteln und ein gutes Gefühl dafür entwickeln, wie hoch der Puls ist. In größeren Abständen sollte vielleicht immer wieder einmal eine Pulsuhr verwendet werden, um genau zu kontrollieren, wie hoch man ist.
SN: Im Vergleich Trail Running - Asphaltlaufen: Ist die Verletzungsgefahr beim Trail Running höher?
Dr Hoser: Die Verletzungsgefahr für akute Verletzungen ist beim Trail Running höher, als beim Asphaltlaufen. Das Risiko ein Überlastungsproblem zu bekommen ist jedoch beim Asphaltlaufen deutlich höher, somit gleichen sich die Vor- und Nachteile aus. Man kann sinnhafterweise also präventive Maßnahmen für das Trail Running im Sinne von Stabilisierungsübungen machen und einfach aufmerksam Laufen bzw. das Trail Running einsetzen, um das Asphaltlaufen, also die monotone Belastung, die zu Überlastungsproblemen führt, zu minimieren.
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