Gesund bleiben

Bewegung und Krebs

Von | 28.06.2012 - 16:38

Zwischen dem 40. und dem 70. Lebensjahr ist eine Krebserkrankung noch vor dem Herzversagen die Todesursache Nummer eins in Österreich. Zu den häufigsten Krebserkrankungen zählen Brustkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs und Prostatakrebs.

Bewegung und Krebs

 Bild: SN/fotolia.com

Rund ein Drittel dieser Krebserkrankungen werden durch einen ungesunden Lebensstil, vor allem durch Fettsucht, körperliche Inaktivität und durch das Rauchen verursacht. Durch einen gesunden Lebensstil könnten allein in Österreich rund 10.000 Neuerkrankungen im Jahr vermieden werden.

Bewegung senkt das Krebsrisiko

Regelmäßige Bewegung ist in der Krebsprävention sehr wichtig. Daneben ist Bewegung aber auch für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Problemen gut, sie schützt vor Knochen- und Muskelabbau, Diabetes und vielen weiteren Erkrankungen. Menschen, die sich regelmäßig viel bewegen, erkranken statistisch gesehen seltener an Krebs. Man weiß heute, dass es in der Krebsvorbeugung eine enge Verknüpfung von Bewegung, Ernährung, Veranlagung und persönlichem Krebsrisiko gibt. In Studien zeigte sich auch, dass sich bei Frauen nach den Wechseljahren das Brustkrebsrisiko umso deutlicher reduzieren lässt, je mehr Bewegung sie haben. Verhindert wurden vor allem Tumorformen, bei denen die Brustkrebszellen hormonabhängig wachsen.

Bewegung und Sport spielen aber auch für bereits Erkrankte eine wichtige Rolle: Mögliche Krankheits- und Behandlungsfolgen wie etwa Einschränkungen der Beweglichkeit können durch gezielte Übungen und Krankengymnastik vermindert oder ganz vermieden werden. Angepasstes Bewegungstraining verbessert Erschöpfungszustände, das so genannte "Fatigue-Syndrom", unter dem viele Patienten noch lange nach einer Krebstherapie leiden. Schließlich gibt es viele Untersuchungen, die den positiven Einfluss von Bewegung auf die psychische Situation von Krebspatienten belegen. Sie können über eine wenig oder gar nicht eingeschränkte körperliche Beweglichkeit auch ein Stück Alltagsleben und Zutrauen in die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers wiedergewinnen.

Wie viel Bewegung ist zur Krebsvorbeugung nötig, welche Sportart gilt als günstig?

Egal welche körperliche Aktivität Sie bevorzugen: Nützen Sie jede Gelegenheit, Bewegung zu machen. Wichtig dabei ist die Regelmäßigkeit. Die sportwissenschaftliche (Mindest-)Empfehlung: 30 Minuten, drei Mal pro Woche. Viele Menschen spüren dabei nicht nur ihren Körper wieder, sondern auch das wiederentdeckte Gefühl des "Zeitnehmens für sich selbst". Auch der Stress des Alltags lässt sich am besten in der freien Natur und durch Sport und Bewegung abbauen. Wichtig ist, dass Bewegung regelmäßig in den Alltag eingebaut wird. Wenn Sie es schaffen, regelmäßige sportliche Aktivitäten in Ihren Tagesablauf einzubauen, dann haben Sie viel gewonnen. Die Krebshilfe rät deshalb: Aktivieren Sie Ihren Alltag und bleiben Sie in Bewegung.

Die Krebshilfe Salzburg hat dazu eine neue Broschüre aufgelegt, die kostenlos bestellt werden kann: Beratungstelefon 0662-873536 oder beratungsstelle@krebshilfe-sbg.at oder jetzt online lesen.

 
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