Glamour und Trubel vor "Zauberflöten"-Premiere
Von Sn, Apa | 27.07.2012 - 21:06
Glänzende Roben bei den Damen und Herren, die sich trotz hochsommerlicher Temperaturen ebenfalls in Schale geworfen haben: Bei der Auffahrt zu Premiere von Mozarts Oper "Die Zauberflöte" in der Felsenreitschule im Rahmen der Salzburger Festspiele zeigte sich Freitagabend die "Creme de la Creme" aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Traditionell lockt das Festival auch zahlreiche bekannte Gesichter aus Deutschland an.
Für Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (V) steht bei seinem Besuch in der Mozartstadt "das Vergnügen im Vordergrund". Die Neuinterpretation der "Zauberflöte" von Nikolaus Harnoncourt sei "ein Wagnis, das ich gerne eingehe, denn die Musik ist ohnehin unverrückbar und verzaubernd". Als Gast begleitete Spindelegger der deutsche Außenminister Guido Westerwelle, der sich als Salzburg-Fan deklarierte. "Die Stadt ist großartig. Sie hat nicht nur einen großen Namen, man kann sich hier auch wunderbar privat aufhalten." Westerwelle, der erst Mittwoch bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele zu Gast war, wollte aber keine Vergleiche zwischen den beiden Festivals ziehen: "Richard Wagner und Wolfgang Amadeus Mozart kann man nicht vergleichen, genauso wenig wie Äpfel und Birnen."
Bundespräsident Heinz Fischer kam mit Ehefrau Margit und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) zur Premiere genauso wie Kulturministerin Claudia Schmied (S), während zufällig kurz vor Beginn der Oper der mexikanische Startenor Rolando Villazon versuchte einigermaßen unerkannt durch die Massen zu schleichen. Leger gekleidet kam der bestens gelaunte Sänger gerade von einer Probe. "Ich liebe Salzburg und das beste Festival der Welt. Ich bin so glücklich darüber, dass ich hier Mozart singen darf", frohlockte Villazon. Am 30. Juli und 1. August ist er in "Il re pastore" unter William Christie zu erleben.
Treuer Besucher der Opern ist Autobauer Wolfgang Porsche, der wie VW-Patriarch Ferdinand Piech gekommen war: "Seit ich Student bin, gehe ich zu den Festspielen. Je älter man wird, desto schöner wird es auch", sagte Porsche. So versprach sich auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) viel von seinem Abend, wie er knapp vor Vorstellungsbeginn in Eile erzählte: "Ich erwarte mir ein sehr gutes Orchester, einen sehr guten Dirigenten und gute Stimmung." Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (S) zeigte sich jedenfalls nach den ersten Tagen der Festspiele zufrieden: "Es ist sehr gut angelaufen und ich erwarte mir von der Saison, das sie höchst erfolgreich wird. Es schaut jedenfalls alles danach aus."
Unter den Premierengästen befanden sich unter anderem Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, Regisseur Xaver Schwarzenberger, der ehemalige Generalanwalt des Raiffeisenverbandes, Christian Konrad, sowie dessen Nachfolger und Chef der Raiffeisen Zentralbank (RZB), Walter Rothensteiner. Außerdem dabei war die ehemalige Außenministerin Ursula Plassnik (V), Chef der Bundestheaterholding Georg Springer, Filmhändler Helmut Kloiber, Schriftsteller Wolf von Schilgen und Medienmanager Hans Mahr mit Gattin Katja Burkhardt. Außerdem gesichtet wurden Schauspielerin Nicole Beutler, Renate Hirsch und Gabriele Inaara Begum Aga Khan. Galerist Thaddaeus Ropac erschien in Begleitung von Bianca Jagger, während die hochschwangere Ex-Sportlerin Steffi Graf am Arm ihres Ehemannes und Superfund-Chef Christian Baha kam.
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