Salzburg | Salzburger Festspiele

Neuer "Jedermann": Die Buhlschaft radelt in die Neuzeit

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Die beiden Regisseure Brian Mertes und Julian Crouch werden auf der Suche nach großen Bildern für die alte Geschichte vom "Jedermann" fündig. Dies zeigen erste Bilder von einer der letzten Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

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Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Erste Bilder von einer der letzten „Jedermann“-Proben.

Bild: SN/APA/BARBARA GINDL




Die Jäger des berühmten Kleides der Buhlschaft, haben es nicht leicht. Heuer müssen sie flott sein, um es zu erwischen. Denn Brigitte Hobmeier radelt als Buhlschaft über den Domplatz und in die Arme von Jedermann. Aber nicht nur das: Es gibt gleich zwei Kleider. Die Buhlschaft muss sich umziehen.

Schnitt und Farbe des Kleides der Buhlschaft waren in der Geschichte der Aufführung des "Jedermann" auf dem Domplatz oft die einzigen Nuancen einer Veränderung bei der Aufführung in Hugo von Hofmannsthals Spiel von Leben und Tod des reichen Mannes. Doch bei der Premiere am kommenden Wochenende reichen Nuancen nicht. Mit den Regisseuren Brian Mertes und Julian Crouch geht es um nichts weniger als einen neuen "Jedermann".

Seit Ende Mai wird in Salzburg gearbeitet. Seit Anfang Juli wird auf dem Domplatz geprobt. "Es ist ein steiler, vielleicht auch gefährlicher Berg, den wir da besteigen müssen", sagt Brian Mertes. Wie nahe sie nun, ein paar Tage vor der Premiere bei der ersten Probe in Masken, dem Gipfel schon sind? "Was hilft der Gipfel allein", sagt Mertes, "jeder weiß, dass das ja erst die Hälfte des Weges ist."

Auf dem Weg zu einem neuen "Jedermann" haben das Radlfahren und das Umziehen der Buhlschaft Symbolcharakter. Mertes und Crouch suchen nach neuen, unverbrauchten Bilder für eine Sache, die es schon gut neunzig Jahre gibt.

Gleichzeitig aber wollen sie das Neue auf Basis der mächtigen Geschichte dieses theatralischen Dauerbrenners erzählen. "Wir werden alle bisherigen Highlights verwenden", sagt Crouch ironisch schmunzelnd. Es müssen große, eindrucksvolle Bilder sein, die einerseits das Stück erzählen und andererseits dessen Historie bis weit ins Mittelalter zurück lebendig werden lassen.

"Ich empfinde es als Ehre, an diesem Stück arbeiten zu dürfen ", sagt Crouch. Das liegt nicht nur daran, dass der "Jedermann" in Salzburg eine Theaterlegende ist. "Ich finde das Stück auch richtig gut", sagt Mertes.

"Es erzählt so vieles über uns Menschen. Und es stößt uns auf eine Frage, die nichts mit einer speziellen Konfession zu tun hat: Was ist der Tod? Und was ist danach?", sagt Crouch.

Der Tod schleppt, obwohl er ein zarter, zerbrechlicher Gesell ist, ein riesiges Leichentuch. Es dient zuvor als Kulisse auf der Bühne, die auch ein Dorfplatz sein kann, auf dem eine Truppe fahrender Schauspieler auftritt. Perchtenartiges Getier rennt herum. Viel Musik gibt es. Und es wachsen auch Pflanzen. Der Domplatz ist so der Lustgarten für die Buhlschaft, aber eben auch Grab für Jedermann. "Der Tod ist nur eine Veränderung", sagt Julian Crouch, der mit Mertes geradezu bis zum letzten Beistrich am Originaltext Hofmannsthals festhält.

"Die Sprache ist unglaublich", sagt Brian Mertes. Ihre klare Struktur, ihre eindeutige Form beeindruckt ihn. Und eben in dieser Form gelinge es Hugo von Hofmannsthal, alles mit tiefer Bedeutung aufzuladen. "Schier jedes Wort erzählt etwas. Nichts ist ohne Sinn und deshalb auch unverzichtbar ", sagt Mertes.

"Wir beide sind bei einem Blick auf die Tradition und auch auf die Bedeutung des Stücks innerhalb des Theaters ganz sicher die Outsider-Lösung ", sagt Crouch. Beide Regisseure leben in den USA. Brian Mertes stammt aus Kansas, lebt nahe New York, arbeitet für Theater, Film und Fernsehen und bildet auch Schauspieler aus.

Der gebürtige Brite Julian Crouch kam über Design, Figuren- und Puppentheater zum Regieführen. "Ich mag es, Atmosphären zu schaffen, in denen ein Stück seinen Geist bekommt", sagt Crouch. Der Domplatz sei dafür ein guter Ort. "Das ist ein beeindruckendes, auch inspirierendes Setting."

Crouch sowie Mertes haben viel Erfahrung mit Open-Air-Inszenierungen. Leichter wird das Spiel durch den berühmten Platz allerdings nicht. Zu viel ist schon passiert auf diesem Platz. "Wir wissen schon, dass die Erwartungen enorm sind", sagt Crouch. Der Gedanke daran muss aber nicht eigens verdrängt werden. Das passiert ohnehin wegen der harten Arbeit bei den Proben an der Neuformung der Legende.

"Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal, Premiere am 20. Juli auf dem Salzburger Domplatz.
Im Fernsehen: Sonntag, 28. Juli, 22 Uhr, ORF 2; Sonntag, 4. August, 20.15 Uhr, ORF III; Sonntag, 17. August, 20.15 Uhr, 3sat.
Auf dem Kapitelplatz bei den Festspielnächten: Sonntag, 28. Juli, und Samstag, 24. August, jeweils 20 Uhr, "Die Jedermann-Nacht", mit Aufführungen von 2013 und 1983 oder 2004.

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KOMMENTARE (2)
 

Plappalardo

15.07.2013
11:48 Uhr

Das kann ja wieder einmal recht spannend werden. Was gab es damals für einen Aufschrei als Zadeks Räuber nackt auf Motorrädern über die Bühne donnerten - und heute? Wie allerdings die neue Jedermann-Inszenierung umgesetzt und angenommen werden wird, ist erst einmal mit gemischten Gefühlen abzuwarten.

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doris ql

15.07.2013
07:31 Uhr

 

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