Salzburg | Wirtschaft 

Oberndorf: Wirbel um zwei Bauprojekte

Von Stefan Veigl | 30.07.2012 - 14:36

In Oberndorf haben sich die Kritiker von zwei Wohnbauprojekten auf Facebook formiert. Bürgermeister verspricht einen Infoabend im Herbst.

Oberndorf: Wirbel um zwei Bauprojekte

31 Wohnungen will die GSWB ab 2013 am Gelände neben der alten HAK in Oberndorf bauen. Daneben soll für die Wolf-Gründe, die auch die Sportflächen umfassen, ein Masterplan entwickelt werden.



Wird die alte HAK abgerissen oder nicht? Müssen sich Fußball-, Tennis- und Stockschützenverein neue Flächen für ihre Anlagen suchen? Und werden tatsächlich 550 neue Wohnungen auf den jetzigen Sportflächen entstehen? Um diese Fragen dreht sich die Debatte auf der Facebook-Seite "Initiative Zukunft Oberndorf". Gestartet hat die Seite Christoph Thür. Seine Kritik: "Viele Oberndorfer sind überrascht, wie weit manche Projekte fortgeschritten sind, ohne dass die Bürger informiert wurden." Pamela Grubmüller, Anrainerin beim Projekt auf den Gründen um die alte HAK, kritisiert: "Die geplanten viergeschoßigen Bauten sind sehr groß, passen nicht ins Stadtbild und sind unpassend für Familien." Die Sportvereine befürchten durch eine mittelfristige Verbauung des zweiten Areals, den Wolf-Gründen entlang der Salzburger Straße, den Verlust ihrer Sportflächen. Der Obmann der 175 Stockschützen, Andreas Oichtner, sagt: "Wenn wir weg müssen, werden wir Mitglieder verlieren." Die gleichen Ängste hat Fußballerobmann Hannes Danner. In seiner Funktion als ÖVP-Fraktionschef sagt er: "Wir haben den Bürgermeister zu einer Information aufgerufen, noch ist nichts passiert."

Bgm. Peter Schröder (SPÖ) beruhigt: "Die alte HAK wird bleiben, weil darin das Gymnasium bis zu einem Neubau Platz finden wird." Die Flächen rundherum seien im Räumlichen Entwicklungskonzept seit zehn Jahren als Bauland vorgesehen, das wisse auch die ÖVP. Und die drei Sportvereine wüssten, dass der Pachtvertrag für ihre Flächen erst 2017 auslaufe, sagt Schröder. "Die Gemeinde hat eine Option zur Pachtverlängerung und ein Vorkaufsrecht." Man suche aber Alternativflächen: "Die können auch in einer Nachbargemeinde liegen." Und das Ergebnis des Masterplan-Wettbewerbs werde Anfang Oktober öffentlich präsentiert und diskutiert, verspricht er. "Masterpläne sind Sache der Politik, die kann man nicht auf Facebook diskutieren.""Die Salzburg"-Direktor Markus Sturm sagt: "Im Nachhinein betrachtet wäre ein Bürgerinfoabend besser gewesen."

 
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