Salzburg | SV Austria Salzburg

Die Tops und Flops der Westliga-Saison

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Bilanz zur Winterpause: FC Lieferung und Austria Salzburg sind das Maß aller Dinge in der Regionalliga West.

Die Tops und Flops der Westliga-Saison

Rene Aufhauser überwintert mit dem FC Liefering an der Tabellenspitze. Bild: SN/GEPA



Mit dem vergangenen

Wochenende verabschiedete sich "König Fußball" in die Winterpause. 133 Tage dauert es, bis die Regionalliga West im Frühjahr wieder angepfiffen wird und es richtig ernst wird im Titelkampf. Die abgelaufene Herbstsaison stand im Zeichen vom FC Liefering und von Austria Salzburg. Die beiden Erzrivalen sind es auch, die die große SN-Bilanz prägen.

Torfabrik FC Liefering. Insgesamt 55 Tore - das entspricht 3,2 Toren pro Spiel - erzielte der FC Liefering im Herbst. Die Red-Bull-Truppe ist damit die Torfabrik der Liga. Das Besondere dabei: Kein einzelner Spieler tat sich als Torjäger besonders hervor, die Treffer teilten sich Josip Coric, Mario Konrad und Andreas Bammer auf. Dass es gelungen ist, aus ehemaligen Bundesliga-Spielern und talentierten Red-Bull-Nachwuchskickern ein schlagkräftiges Team zu formen, auch das ist top.

Festung Austria Salzburg. Mit nur sieben Gegentoren ist die Austria top. Lang führten die Violetten die Tabelle an, nun überwintert man nur hinter Topfavorit Liefering. Die Austria ist das Überraschungsteam schlechthin. Nicht viele hatten nach dem großen Umbruch im Sommer damit gerechnet, dass man der Lieferinger Startruppe Paroli bieten kann. Aber Thomas Hofer ist längst ein Trainerfuchs, er weiß: Titel gewinnt man mit stabiler Defensive.

René Aufhauser. Der 36-Jährige hat die Herbstsaison geprägt wie kein anderer Spieler. Er ist beim FC Liefering der Fels in der Brandung, er hält das Team zusammen. Und im gegnerischen Strafraum ist der kopfballstarke Ex-Teamspieler immer noch brandgefährlich. Mit knapp 400 Bundesliga-Spielen und 58 Einsätzen im ÖFB-Team bringt er viel Glanz in die Liga.

Neustart in Anif. Groß war die Verwirrung, als der USK Anif die Vereinshülle an Red Bull abtrat und seinerseits eine Spielgemeinschaft mit den Red Bull Juniors einging. In Anif startete man mit einer ganz jungen Mannschaft neu durch. Nach anfänglichen Problemen hat Trainer Michael Baur aus dem neu zusammengewürfelten Haufen eine Mannschaft geformt. Die Anifer sind mittlerweile Salzburgs dritte Kraft in der Westliga - Tendenz steigend.

Neumarkt, St. Johann und Grünau. Es war nicht Fisch und nicht Fleisch, es fehlten die Ausreißer sowohl nach oben als auch nach unten: Das Salzburger Trio hat sich immerhin in der Westliga etabliert, Aufsteiger Grünau nahm als Neuling eine sehr positive Entwicklung.

Seekirchen, FC Pinzgau Saalfelden. Beide Vereine trennten sich im Verlauf der Saison von ihrem Trainer: Seekirchen von Markus Scharrer, Saalfelden von Hannes Rottenspacher. Beide Vereine waren mit hohen Zielen gestartet, gelten nun aber als die Sorgenkinder. Beim FC Pinzgau ist unter Neotrainer Michael Steiner nach dem 2:1 am Samstag im Kellerduell gegen Andelsbuch immerhin Licht am Ende des Tunnels zu sehen, der SV Seekirchen steckt wie so oft in einer sportlichen Sackgasse.

Tiroler und Vorarlberger Statisten. Das Bundesland Salzburg hat die Vorherrschaft in der Liga übernommen. Tirol und Vorarlberg sind zu Statisten degradiert. Für Aufsehen sorgten die Tiroler nur damit, als sie ihrem "Lieblingsgegner" Austria Salzburg zum wiederholten Mal bürokratische Steine in den Weg legten. Das Auswärtsspiel in Kufstein wurde so zum Geisterspiel.

 
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