Bitteres Ende der violetten Party
Von Gerhard Öhlinger | 30.09.2012 - 15:50

Austria-Verteidiger Raphael Reifeltshammer erlitt in Anif ein tiefes Cut über dem Auge. Bild: SN/Schernthanner
War das das Ende des violetten Herbstwunders? Betretene Blicke, ein Rettungswagen auf dem Spielfeld und niedergeschlagene Kicker prägten die Szenerie nach dem Schlusspfiff der Westligapartie Anif gegen Austria Salzburg. In der turbulenten Schlussphase schien sich einfach alles gegen die Hofer-Elf verschworen zu haben:
Ein sichtlich betroffener Austria-Trainer Thomas Hofer sagte: "Das ist ganz bitter. Wir waren zu passiv und haben daher das 1:0 nicht über die Zeit gebracht."
Indes war Torjäger Marko Vujic außer sich vor Ärger. Nach einer harten Attacke an ihm im Strafraum gab es nicht Elfmeter, sondern eine Gelbe "Schwalben"-Karte für ihn (54.). Auffälligster Offensivmann war der eingewechselte Karim Onisiwo, der nach einem Solo mit Unterstützung eines Verteidigers das 1:0 erzielte.
Dass die Austria nun vom Erfolgsweg abkommen könnte, glaubt Thomas Hofer nicht: "Wir haben einen guten Kader, da müssen jetzt die Ersatzleute einspringen." Der nächste Gegner könnte für den Tabellenführer unangenehmer nicht sein: Neumarkt schwimmt nach dem 4:2 über Dornbirn auf der Euphoriewelle. Die Vorarlberger hatten immerhin unter der Woche Austria Wien im ÖFB-Cup an den Rand einer Niederlage gebracht. Neumarkt-Trainer Hans Hajek tritt aber auf die Bremse: "So schön der Sieg gegen Dornbirn war, Austria ist ein anderes Kaliber."
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