Salzburg fand Antwort auf Blamage in CL-Quali
Von Sn, Apa | 22.07.2012 - 14:45

Trainer Roger Schmidt. Bild: SN
"Für uns waren die letzten drei Tage sehr schwierig. Umso wichtiger war es heute, ein gutes Spiel zu zeigen", meinte Trainer Roger Schmidt, der zahlreiche Umstellungen vorgenommen hatte.
Sekagya, Maierhofer, Leitgeb, Cristiano und Zarate blieben auf der Bank, dadurch standen mit Hinteregger, Schiemer, Ulmer, Ilsanker, Hierländer, Teigl und Jantscher sieben Österreicher in der Startelf. "Die Umstellungen hatten einige Gründe", wollte Schmidt nicht näher auf seine Überlegungen eingehen.
Dem Doppeltorschützen Jonathan Soriano, der seine Bundesligatreffer vier und fünf erzielte, streute er Rosen: "Soriano hat gezeigt, dass er mit drei schnellen Spielern dahinter ein idealer Partner ist." Im Heim-Rückspiel gegen Düdelingen am Dienstag ist der Spanier aber nach seiner Gelb-Roten Karte im Hinspiel gesperrt.
"Nach dem Spiel in Luxemburg war das der richtige Schritt", sagte auch Stefan Ilsanker, der im defensiven Mittelfeld an der Seite von Mendes sein Debüt für die "Bullen" gab, in der 56. Minute aber mit Gelb-Rot vom Feld musste. Der starke Flügelflitzer und ehemalige Grazer Jakob Jantscher befand: "Nach der Pause waren wir nach dem Ausschluss nicht mehr so zwingend, haben aber auch nicht viel zugelassen. Wir haben Sturm in der Anfangsphase überrumpelt und hätten noch mehr Tore machen können."
Sturm, das in der vergangenen Saison lediglich zwei Heimniederlagen kassiert hatte, konnte von der Europacupschlappe des Gegners nicht profitieren. "Wir haben gehofft, dass Salzburg verunsichert ist, aber sie waren total aggressiv", musste Mittelfeldmann Jürgen Säumel gestehen.
Und Neo-Trainer Peter Hyballa weinte vor allem der Anfangsphase nach. "Die ersten 20 Minuten haben wir total verschlafen", sagte er Deutsche, der mit seinem Team in der kommenden Runde bei der Austria ran muss. "Leider ist es uns nicht gelungen, die Passwege so zuzumachen wie wir uns das vorgenommen haben."
In Mattersburg feierten die Hausherren indes einen 2:0-Erfolg über Wiener Neustadt, TrainerFranz Lederer war nicht unzufrieden. "Leicht war es heute nicht", sagte der dienstälteste Bundesliga-Coach. "Die Tore (durch Mörz und Röcher, Anm.) waren schön herausgespielt, aber wir waren nicht so spritzig. Die Augenhöhe-Gegner muss man schlagen, das haben wir getan. Wir haben noch Luft nach oben."
Sein Wr. Neustädter Kollege Heimo Pfeifenberger ärgerte sich nach seinem Trainerdebüt im Oberhaus nicht zuletzt über seine Defensive. "Wir haben ihnen eigentlich zwei Tore geschenkt. Wir hatten selbst zwei gute Torchancen, es ist aber nicht alles rund gelaufen", erklärte der Salzburger. "Wir müssen zukünftig den Ball vorne besser kontrollieren. Mattersburg war heute nicht um zwei Tore besser als wir."
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