Eishockey: Red Bull holt mit B-Team 6:3-Sieg
Von Michael Smejkal | 15.10.2012 - 07:22
Pagé verzichtet nicht nur auf die drei Verletzten Matthias Trattnig, Manuel Latusa und Johannes Bischofberger, er verzichtete auch auf sieben Routiniers (Ryan Duncan, Steve Regier, Justin Keller, Justin di Benedetto, Ross Lupaschuk, Andreas Kristler und Rob Davison) und schickte ein besseres B-Team mit den Debütanten Stephan Fellinger (18) und Sawyer Hannay (20) auf das Eis. Das führte zwar Salzburg nicht ganz aus der Krise, aber es gewann gegen Olimpija Laibach nach einem furiosen Schlussdrittel 6:3 (1:1, 0:2, 5:0) und lief danach zwei Ehrenrunden. Man muss sagen: Es war das mit Abstand vergnüglichste Drittel in dieser Saison für die zuletzt schon leidgeprüften Fans.
Doch Pagé wollte nichts von B-Team hören: "Es geht nicht um die Rückennummer und den Namen, der hinten auf dem Trikot steht. Es geht um den Einsatz und Mentalität. Wir brauchen Führungsspieler." Natürlich hat er den einen oder anderen Spieler für die European Trophy am Dienstag (letztes Heimspiel gegen Kometa Brünn) geschont, doch er wollte auch einen Weckruf tätigen. Der scheint gelungen. "Wir haben zwar wieder viele Fehler in der Abwehr gemacht, aber es war ein Teamgeist und Leben vorhanden."
Das traf vor allem auf zwei Jung-Nationalspieler zu, die bisher vieles schuldig geblieben sind: Konstantin Komarek und Patrick Obrist. Deren Glanzstück kam in Minute 50: Komarek schickte Obrist mit einem langen Pass auf die Reise, der traf zum 4:3. Es war sein erstes Meisterschaftstor in Österreich, zuvor spielte er ja bei Zug (Sz). "Einfach nur geil", fand der Vorarlberger, der fünf Minuten darauf noch das 5:3 markiert hat - und weil es ein Abend der Premieren war, schoss auch Nick Ross (57.) sein Premierentor.
Mitteilungen





