Salzburg | Politik    Fotostrecke verfügbar

Experte fordert: "Autos müssen an den Rand Salzburgs"

Von Thomas Hödlmoser | 27.05.2013 - 07:20

Am Wochenende fand in Schallmoos das "Fairkehrte Fest" statt. Autos sollten in zentrale Garagen verbannt werden, sagt Verkehrsexperte Hermann Knoflacher. "Man muss die Leute zu ihrem Glück zwingen."

1 von
So viel Platz verbraucht ein Auto: Hermann Knoflacher mit seinem „Gehzeug“. Bild: SN/chris hofer

So viel Platz verbraucht ein Auto: Hermann Knoflacher mit seinem „Gehzeug“.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt. Bild: SN/chris hofer

Am Wochenende fand das „Fairkehrte Fest“ statt.

Bild: SN/chris hofer

Verkehrsexperte Hermann Knoflacher. Bild: SN/chris hofer

Verkehrsexperte Hermann Knoflacher.

Bild: SN/chris hofer




Die Vierthalerstraße in Salzburg-Schallmoos war am Wochenende kaum noch wiederzuerkennen. Statt auf Asphalt ging man auf künstlichem Rasen. Statt Autos waren Lorbeerbäume und Parkbänke zu sehen.

Das Team des Vereins fairkehr hatte für das "Fairkehrte Fest" die Vierthalerstraße in eine grüne Oase verwandelt - eine "stellplatzfreie" Zone, also eine Straße ohne Autos. Und dieses Modell wäre durchaus auf die ganze Stadt übertragbar, sagte Hermann Knoflacher im SN-Gespräch. Der Verkehrsexperte, emeritierte Professor an der Technischen Universität Wien und Erfinder des "Gehzeugs" ist ein scharfzüngiger Kritiker des Autoverkehrs.

SN: Ist die stellplatzfreie Wohnstraße tatsächlich die Lösung für alle innerstädtischen Verkehrsprobleme?

Knoflacher: Ja, sie ist ein Teil davon.

SN: Ist das Modell auch auf andere Stadtteile übertragbar?

Knoflacher: Im Prinzip auf alle.
SN: Sie würden also die Autos ganz aus der Stadt verbannen?

Knoflacher: Klar.

SN: Und wohin?

Knoflacher: An den Stadtrand oder in Garagen. Aber nicht in Hausgaragen. Denn wenn ich das Auto in der Hausgarage habe, zerstöre ich den Platz, wenn ich mit dem Auto rausfahre. Die Garagen müssten mindestens genauso weit weg sein wie die nächste Haltestelle des öffentlichen Verkehrs - oder gleich außerhalb der Stadt.

SN: Wird das schon mit Erfolg praktiziert?

Knoflacher: Ja, in allen autofreien Altstadtzonen, die ich geplant habe - in Fußgängerzonen in Innsbruck, Wels, Wien, Klagenfurt, Villach, Eisenstadt und anderen. Wenn man die Struktur ändert, ändert sich auch das Verhalten der Menschen.

SN: In Salzburg führt jede Maßnahme, um den Verkehr aus der Altstadt herauszuhalten, regelmäßig zu wütenden Protesten von Autofahrern, aber auch vonseiten der Gastronomie. Im Regelfall gibt dann die Politik früher oder später nach.

Knoflacher: Das Problem ist die Feigheit der Politik. Die Politiker haben Verantwortung zu übernehmen für eine gesunde, zukunftssichere Stadt. Man muss die Leute zu ihrem Glück zwingen.

SN: Auch bei anhaltendem Widerstand?

Knoflacher: Man muss den Protest in Bahnen lenken. Wenn die Politik dieses Spiel spielt und nachgibt, entzieht sie sich ihrer Verantwortung.

SN: Was sollen die Pendler tun, die täglich von den Landgemeinden in die Landeshauptstadt zum Arbeiten fahren müssen?

Knoflacher: Man müsste die Infrastruktur auf dem Land ändern, einen lokalen Wirtschaftskreislauf auf die Beine stellen. Das Geld, das wir in den Straßenbau stecken, sollen wir besser in Wirtschaftsbetriebe auf dem Land investieren. Dann brauchen die Leute nicht mehr in die Stadt zu pendeln, weil sie draußen eine Beschäftigung haben. Den Mobilitätsbedarf könnte man dann mit Nachbarschaftstransporten zum Großteil abdecken - und so gleichzeitig eine Menge sozialer Kontakte herstellen.

 
Teilen
Facebook Twittern Google+ Versenden Drucken
15
 
ANZEIGEN
 
KOMMENTARE (15)
 

Plappalardo

28.05.2013
09:01 Uhr

Also wenn man jetzt zu glauben machen versucht, Knoflacher ist der Erfinder autofreier Zonen, der irrt und kennt die Geschichte Salzburgs wenig. Auf einen fahrenden Zug aufzuspringen ist sehr einfach aber wenig konstruktiv. Konstruktiver schon die Salzburger Initiative Salzburger Lokalbahn ( Ing. Weiser) oder die damalige DBU welche schon seit Jahrzehnten für den Ausbau der Lokalbahn durch die Stadt kämpften. Blockiert wurden diese Projekte damals von den Grünen Voggenhuber und Co.. So ist.

Kommentar melden!

 

Sascha Sierk

27.05.2013
15:53 Uhr

Lol, ist ja erschreckend, wie die Autofahrer hier gleich sich aufregen. Gut, das Interview ist auch verkürzt, aber wer ein wenig nachgoogelt, wird schnell herausfinden, dass Prof. Knoflacher z.b. die RegioStadtbahn favorisiert, neben einem weiteren Ausbau der Obusse in die Vororte (damit man eben in 25 Min von Eugendorf in die Stadt fahren kann, und das im 10 Min Takt), sowie eine Verdichtung des Taktes in der Innenstadt. Damit man eben kein Auto mehr braucht, um in die Stadt zu kommen!

Kommentar melden!

 

der sich über Staus ärgert

27.05.2013
15:38 Uhr

Ich denke, das Konzept von Prof. Knoflacher ist das beste Mittel, die Stadt endlich bewohnerfrei zu bekommen. Dann siedeln Büros, Geschäfte und alle Menschen bestenfalls im Speckgürtel, oder die Zersiedlung schreitet weiter fort. Zentrale Garagen? Bitte in beiden Stadtbergen ausreichend, mit geeigneten Zu- und Abfahrten. z. B. auch für die Busse und Übertragungsfahrzeuge, die oft den Festspielbezirk zieren. Fangen wir im Schloß Mirabell an - Politiker und Beamte als Vorbild.

Kommentar melden!

 

Dieter Bleckmann

27.05.2013
14:42 Uhr

Wie alt ist denn dieser Träumer eigentlich, der Arbeitsplätze vernichten will? Grüße insbes. vom Einzelhandel und der Gastronomie!

Kommentar melden!

 

Rudolf Liska

27.05.2013
14:41 Uhr

Die Entwicklung der Mobilität der letzten 50 Jahre ist an Knoflacher vorbeigegangen. Der mobile Mensch sowie die gesamte Wirtschaft wird ohne Fahrzeug kein Auskommen mehr haben, wir leben nicht gegen, sondern mit dem Auto. Herrn Knoflacher sei gesagt, dass es auch Menschen gibt, denen es es auf Grund von Beeinträchtigungen nicht mehr möglich sein wird, 500 oder mehr Meter bis zu ihrem Fahrzeug zu gehen.

Kommentar melden!

 

Sascha Sierk

27.05.2013
17:16 Uhr

1. Die Entwicklung der Mobilität der letzten ZWANZIG Jahre scheint dafür an Ihnen vorbeigegangen zu sein, mit einem stetigen Ausbau von Öffis, Fahrradwegen etc. Keiner will heutzutage die Autos komplett aus der Stadt werfen, aber wenn ich sehen darf, wie in den meisten Autos nur EINER sitzt, tut es weh. Allein wenn man Autos nur vollmachen würde (wie Busse), hätten wir viel geschafft. 2. Die meisten Menschen können auch ohne Fahrzeug gut laufen. ;)

Kommentar melden!

 

Georg- Bruno

29.05.2013
12:41 Uhr

Unfug Herr Sierk. Das ist ein Alptraum der ein zurück ins Mittelalter führt. Einstellung des Individualverkehrs bedeutet eine geringere Lebenswuatlität, Verslummung der Städte, Landflucht, damit verbunden: Arbeitslosigkeit und Armut.

Kommentar melden!

 

BulandRainer

27.05.2013
11:29 Uhr

Positiv formuliert: Räder müssen ins Zentrum von Salzburg.

Kommentar melden!

 

BulandRainer

27.05.2013
11:29 Uhr

Das ist kein Kommentar, das ist Selbstentblößung.

Kommentar melden!

 

schlechtwetter

27.05.2013
11:25 Uhr

Diesen Menschen, Knoflacher, kann ich nicht ernst nehmen. Er muss ja nicht um 06.00 Uhr in der Früh in der Arbeit sein und wohnt auch nicht 30 km vom Arbeitsplatz entfernt.

Kommentar melden!

 

jo kehrer

27.05.2013
14:42 Uhr

 

Qualtinger

27.05.2013
11:23 Uhr

Elektrisch in der Stadt und Treibstoff in den Garagen am Land. Das hat schon eine gewisse Struktur

Kommentar melden!

 

Ich sage immer die Wahrheit

27.05.2013
07:15 Uhr

Mann sollte Knoflacher auch zum Glück zwingen und im die Staatsbürgerschaft aberkennen.Wenns im nicht gefällt dann stehts im frei Österreich zu verlassen.

Kommentar melden!

 

Sascha Sierk

27.05.2013
15:52 Uhr

Danke, genug, nächster Spruch, interessant, dass sie sogar noch einen Schritt weiter als die FPÖ gehen wollen und sogar gebürtige Österreicher rausschmeißen wollen. Vor 70 Jahren wären Sie ein guter Blockwart gewesen ;)

Kommentar melden!

 

Ognig

27.05.2013
07:14 Uhr

ja, ja, es gibt natürlich immer Menschen welche manches nicht verstehen, oder verstehen wollen.

Kommentar melden!

 

Dieser Artikel kann nicht kommentiert werden