Salzburg | Kultur

Katholischer Pop aus Salzburg für den Papst

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Die Salzburger Band "Cardiac Move" spielt am Freitag beim Weltjugendtag an der Copacabana in Rio de Janeiro vor bis zu einer Million Jugendlichen. Und dem Papst.

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In Fortaleza rockten „Cardiac Move“ am Montag. Bild: SN/cardiacmove

In Fortaleza rockten „Cardiac Move“ am Montag.

Bild: SN/cardiacmove

In Fortaleza rockten „Cardiac Move“ am Montag. Bild: SN/cardiacmove

In Fortaleza rockten „Cardiac Move“ am Montag.

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In Fortaleza rockten „Cardiac Move“ am Montag. Bild: SN/cardiacmove

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In Fortaleza rockten „Cardiac Move“ am Montag. Bild: SN/cardiacmove

In Fortaleza rockten „Cardiac Move“ am Montag.

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„Cardiac Move“ vor dem Soundcheck an der Copacabana: Emmanuel Fleckenstein, Kurosch Borhanian, Johannes Krysl, Emanuel Gollegger, Johannes Wunsch (v.l.). In Fortaleza rockten sie am Montag.  Bild: SN/cardiacmove

„Cardiac Move“ vor dem Soundcheck an der Copacabana: Emmanuel Fleckenstein, Kurosch Borhanian, Johannes Krysl, Emanuel Gollegger, Johannes Wunsch (v.l.). In Fortaleza rockten sie am Montag. 

Bild: SN/cardiacmove




Ihre Blicke schweifen über die Copacabana in Rio de Janeiro. Vor den Bandmitgliedern von "Cardiac Move" liegt beim Soundcheck noch der leere Sandstrand. Heute, Freitag, werden sie hier beim Weltjugendtag auf der Hauptbühne stehen und ihre brandneue Single "We are" spielen. Bis zu einer Million Jugendliche werden erwartet.

Vor Tausenden von Zuschauern aufzutreten, das ist die Salzburger Band gewohnt. Aber eine Million? Und darunter auch noch der Papst? "Das sprengt jeden Rahmen", gibt Sänger Johannes Krysl offen zu. Gitarrist Emmanuel Fleckenstein fügt hinzu: "Es ist ziemlich chaotisch hier in Brasilien. Aber das Coole ist, dass im Endeffekt alles klappt."

Begonnen haben die Salzburger Johannes Krysl, Emanuel Gollegger und Kurosch Borhanian 2002 als Schulband am Privatgymnasium Borromäum. Das Studium zog die drei dann nach Wien. Dort kamen noch zwei Bandmitglieder hinzu: Emmanuel Fleckenstein und Johannes Wunsch. Die Liste der Bands, für die "Cardiac Move" seither als Vorgruppe spielen durfte, kann sich sehen lassen: Snow Patrol, Kid Rock, Amy McDonald oder die Ärzte finden sich darauf. 2008 siegten sie beim Ö3-Nachwuchsband-Wettbewerb "Soundcheck", 2009 folgte der Austrian Newcomer Award.

Ihren Glauben in rockigen und poppigen Rhythmen auszudrücken, ist für sie kein Problem. "Die Band besteht aus fünf Katholiken. Uns ist wichtig, dass wir Werte in die Musik einfließen lassen," erzählt Krysl noch auf dem Weg zum Soundcheck. Ihre Verbundenheit zu Gott lässt sich aus den Liedern herauslesen. "Wenn ich einen Lovesong schreibe, kann er sich an eine Frau richten, gleichzeitig auch an Gott. Es gibt immer einen Interpretationsspielraum", erklärt der Sänger. Auch wenn zwei der Musiker im Brotberuf Turnusärzte sind: Mit Medizin hat der Bandname "Cardiac Move" nichts zu tun. Es ist ein lateinisch-englischer Mix und bedeutet so viel wie Herzensbewegung.

Weltjugendtag-Erfahrung haben die Musiker bereits - 2005 in Köln, 2009 in Sydney und 2011 in Madrid waren sie dabei. Als dann für Brasilien die Einladung vom Erzbischof von Rio, Orani Tempesta, persönlich kam, dachten sie nicht lange nach. In Brasilien stehen sie nun gleich mehrmals auf der Bühne. Mit ihrem ersten Auftritt am Montag beim Halleluja-Festival in Fortaleza haben sie bereits alle bisherigen Bühnenerfahrungen getoppt. 50.000 Zuschauer waren bislang der Höhepunkt. In Fortaleza waren es bereits 200.000.

Ihr Song "Fishermen" wurde zur Künstlerhymne des Weltjugendtags auserkoren. Krysl wird ihn am Donnerstag mit Musikern aus aller Welt gemeinsam singen: "In dem Lied geht es um die Hoffnung. Es geht um das raue Meer und darum, dass alle gemeinsam in einem Boot sitzen. Auch wenn es stürmt: Es gibt das rettende Ufer. Es passt einfach gut zum Weltjugendtag, zu dem junge Menschen aus aller Herren Länder anreisen."

Bis zum großen Auftritt an der Copacabana sind es nur noch einige Stunden. Nervös ist Fleckenstein noch nicht. "Das kommt meist erst kurz vor dem Konzert. Die Freude überwiegt derzeit." Die Chance, vor einer Million Zuschauer zu spielen, hat man schließlich nicht alle Tage. Der Gedanke daran, dass auch der Papst lauschen könnte, steigert die Vorfreude.

Bereits am Samstag könnte der Zuschauerrekord vom Vortag allerdings schon wieder Makulatur sein. Dann spielt "Cardiac Move" in Guaratiba, wo der Weltjugendtag endet. Erwartete Zahl der Zuhörer: bis zu zwei Millionen.

 
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