Salzburg | Kultur

Ein kaiserliches Amselsingen

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Viel Jugend auf der Bühne und im Publikum gab es in Bischofshofen - und die hundert Jahre alte Frau Marianne Kaiser fühlte sich wohl.

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Amselsingen in Bischofshofen: Die Hollerschnapszuzler. Bild: SN/ofb

Amselsingen in Bischofshofen: Die Hollerschnapszuzler.

Bild: SN/ofb

 Das Ensemble Mitterebener. Bild: SN/ofb

Das Ensemble Mitterebener.

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Die Goiserer Klarinettenmusi. Bild: SN/ofb

Die Goiserer Klarinettenmusi.

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Selbst das Publikum jodelte begeistert mit. Bild: SN/ofb

Selbst das Publikum jodelte begeistert mit.

Bild: SN/ofb

Der Salzburger Viergsang. Bild: SN/ofb

Der Salzburger Viergsang.

Bild: SN/ofb

Der Frauenviergesang De Cater trug Lieder in ladinischer Sprache vor. Bild: SN/ofb

Der Frauenviergesang De Cater trug Lieder in ladinischer Sprache vor.

Bild: SN/ofb


Berührende Augenblicke gab es viele in der mehr als fünfzigjährigen Geschichte des Amselsingens in Bischofshofen. Diese kurze Unterbrechung der musikalischen Darbietungen am Samstag in der randvollen Hermann-Wielandner-Halle bleibt unvergesslich: Die Moderatorin Caroline Koller begrüßte einen "langjährigen Gast" des Amselsingens in der ersten Reihe - und es erhob sich die hundert Jahre alte Großarlerin Marianne Kaiser.

Die sechsfache Mutter mit 14 Enkeln, 26 Urenkeln und zwei Ururenkeln und langjährige Wirtin im Gasthaus "Goldene Krone" plauderte drauflos, als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt, vor mehr als tausend Menschen in ein Mikrofon zu sprechen. Sie habe alles erlebt "vom Kaiser bis zum Computer", sagte sie und gab ihr Lebensmotto preis: "Viel arbeiten und viel Freude haben." Sieben Jahrzehnte sang sie im Kirchenchor und im Gasthaus hilft sie noch jeden Tag mit.

Der "kaiserliche Besuch" zeigte auch, wie breit gefächert das Interesse am Amselsingen ist: Hier die rüstige Hundertjährige und auf der Bühne sowie im Publikum auch viele junge Leute. Für Bischofshofen neue Gruppen prägten den stimmungsvollen Abend mit erlesener Volksmusik.

Die längste Anfahrt nahm der Südtiroler Frauenviergesang "De Cater" auf sich. Das Quartett trug Lieder in ladinischer Sprache vor. Eine gesprochene exotisch wirkende ladinische Testprobe übersetzte eine Sängerin humorvoll so: "Bei so vielen Leute weiß ich gar nicht, was ich Gescheites sagen soll."

Ein Heimspiel hatte ein anderes Quartett: Der Salzburger Viergesang, Sieger im Volksmusik-Wettbewerb 2012 der SN und damit teilnahmeberechtigt für das Amselsingen, legte mit Bravour seine vier Auftritte hin. Sängerin Susanne Rindberger wurde von Alex Maurer stellvertretend für die ganze Gruppe geehrt. Rindberger stand ebenso wie Maurer mehrfach im Einsatz. Sie trat als Flötistin auch beim umjubelten "Ensemble Mitterebener" in Erscheinung. Maurer verband mit seinem Auftritt als Mitglied der Gruppe "Salzburger Faltenradio" die Theorie der Planung des Gesamtleiters mit der Praxis.

Wer all das und Auftritte von "Der Harte Kern" (Tirol), "Hollerschnapszuzler" (Salzkammergut) und "Goiserer Klarinettenmusi" erleben will: Servus TV bringt eine Aufzeichnung in zwei Teilen am 26. und am 28. Oktober (je 19.15 Uhr).

 
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