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Waldbrände bei Bad Reichenhall: Lage etwas beruhigt

Von Eva Hammerer | 28.07.2013 - 20:00

Ein Waldbrand oberhalb des Thumsees in Bad Reichenhall hält beschäftigt nach wie vor die Einsatzkräfte. Am Montag gehen die Löscharbeiten weiter.

Waldbrände bei Bad Reichenhall: Lage etwas beruhigt

Die Löscharbeiten gehen am Montag weiter. Bild: SN/aktivnews

Über dem Thumsee bei Bad Reichenhall kreisten am Sonntag die Hubschrauber. Sie nahmen Wasser in riesigen Behältern auf und flogen damit zum Berg, wo seit Samstag, 21.30 Uhr, ein Waldbrand auf einer Fläche von zirka 25 Hektar wütet. Betroffen sind Teile der Staatsforste sowie Wald in Privatbesitz. Am Sonntag um 11.53 Uhr rief Landrat Georg Grabner den Katastrophenfall aus.

Rund 300 Mitglieder von Feuerwehr, Bergwacht, Bundeswehr, Polizei, Rotem Kreuz, Wasserwacht und auch der Bundespolizei waren am Sonntag im Einsatz. Unter ihnen befanden sich auch Feuerwehrleute aus Wals-Siezenheim, aus Unken, Großgmain, Niederalm und Zell am See. Sie unterstützten mit Tankfahrzeugen und leisteten Nachbarschaftshilfe. Das Feuer dürfte durch einen Blitzschlag ausgelöst worden sein.

Erster Einsatz bereits am Samstag

Die Feuerwehrleute waren bereits am Samstag in der Nacht ausgerückt. Hubschrauber standen nach Auskunft von Kreisbrandrat Josef Kaltner zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung. Die Einsatzkräfte legten daher bei Dunkelheit von mehreren Standorten Schlauchleitungen und versuchten, das Feuer einzudämmen. "Es war nicht ungefährlich. Die Einsatzkräfte hatten Handlampen und mussten sich mit Seilen sichern."

Starker Rauch, die sengende Hitze, wechselnde Windverhältnisse und das steile Gelände erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Mehrere Feuerwehrleute mussten ärztlich betreut werden. Einer von ihnen wurde in eine Klinik gebracht.

Unterstützung aus der Luft

Am Sonntag um sieben Uhr traf dann Unterstützung aus der Luft ein: Bis zum Abend waren insgesamt acht Hubschrauber im Einsatz. Da sie das Löschwasser aus dem Thumsee aufnehmen, ist dieser bis auf Weiteres gesperrt. Die Gefahr für Badegäste wäre zu hoch, hieß es. Ebenso ist auch die Straße von Bad Reichenhall nach Inzell nicht passierbar, öffentliche Busse verkehren nur bis zum Ortsteil Karlstein.

Gegen 18 Uhr kam die Meldung, dass sich die Lage etwas entspannt habe. Entwarnung konnte aber nicht gegeben werden. Problematisch könnten sich die wechselnden Windverhältnisse auswirken. Bis 21 Uhr war der Einsatz der Hubschrauber geplant. Danach lag alles wieder in den Händen der Feuerwehrleute auf dem Boden. Mitglieder der Bergwacht übernahmen deren Sicherung im steilen Gelände.

Löscharbeiten gehen am Montag weiter

Am Montag werden die Löscharbeiten ab sechs Uhr Früh fortgesetzt. Die Einsatzkräfte werden dann von 100 Soldaten unterstützt. Seit Samstag waren insgesamt mehr als 1000 Kräfte im Einsatz. Im April 2007 war es schon einmal zu einem großen Waldbrand oberhalb des Thumsees gekommen. Die Einsatzkräfte bekämpften die Flammen damals drei Tage lang.

 
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