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Mordfall Köstendorf: Zwei Täter festgenommen

Von Heidi Huber | 23.01.2013 - 21:59

Der Raubmord an einer 83-jährigen Arztwitwe am 4. Dezember in Köstendorf ist nach sieben Wochen geklärt. Zwei Rumänen (21 und 34) wurden am Dienstagabend in München verhaftet.

Sieben Wochen nach dem Mord an der 83-jährigen Arztwitwe Johanna T. in Köstendorf sitzen zwei der drei Täter in Haft. In Gräfelfing bei München klickten am Dienstagabend die Handschellen. Eine Zivilstreife hatte drei osteuropäische Bettler kontrolliert. Bei der Abfrage der Daten im Computersystem stießen die Beamten auf den europäischen Haftbefehl für zwei der drei Rumänen. Diese beiden Männer - 21 und 34 Jahre - wurden verhaftet.

Oberst Albert Struber, Leiter des Landeskriminalamts Salzburg, sagt: "Die Beweislage ist erdrückend. Die bayerischen Kollegen haben sofort einen Fingerabdruck des 21-Jährigen genommen. Er stimmt zu 100 Prozent mit den Spuren am Tatort in Köstendorf überein." Noch in der Nacht auf Mittwoch wurde der Mann vernommen. Er gestand gegenüber den Beamten des Polizeipräsidiums München, dass er sowohl beim Mord in Köstendorf als auch beim Raub bei einem 80-jährigen Bauern in Straßwalchen im September sowie bei Einbrüchen in Schwarzach und St. Johann im Oktober dabei war. Der zweite Verhaftete ist nicht geständig. Er wurde am Mittwoch vernommen. Beamte des LKA Salzburg sind dazu nach München gereist.

Auf die Spur der Mordverdächtigen kam die Polizei durch akribische Tatortarbeit und einen ähnlich gelagerten Fall in Vorarlberg. LKA-Chef Struber schildert: "Mitte Dezember konnten wir in Salzburg einen 30-jährigen Rumänen festnehmen. Gegen ihn bestand ein Haftbefehl wegen schweren Raubes in Vorarlberg." Dort sind die Täter ähnlich vorgegangen. Sie fesselten ihre Opfer. "Der Mann hat uns verraten, mit wem er unterwegs war. In Kombination mit den DNA-Spuren hatten wir dann die Identität der gesuchten Männer und konnten sie international zur Fahndung ausschreiben. Der berühmte Fingerabdruck hat jetzt das Ergebnis geliefert", sagt Struber.

Die Männer dürften mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Tatorten gefahren sein. "Es sieht so aus, als ob sie den Zug nach Köstendorf genommen hätten", sagt Struber.

Nach dem dritten Mordverdächtigen von Köstendorf - einem 32-jährigen Rumänen - wird noch gefahndet. Seine beiden Komplizen hatten in Bayern und Rumänien Wohnsitze. Die Polizei rechnet sie dem osteuropäischen Bettlermilieu zu. Sie werden nach Österreich ausgeliefert.

Die Arztwitwe Johanna T. war am 4. Dezember in ihrem Haus in Köstendorf überfallen worden. Die Täter fesselten die Frau mit ihren eigenen Kleidungsstücken. Die Pensionistin ist an ihrem Knebel erstickt. Beim schweren Raub in Straßwalchen ist laut Polizei noch ein weiterer Täter beteiligt gewesen. Nach ihm wird bereits gefahndet - wegen Mordes in Rumänien.

 
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KOMMENTARE (1)
 

Arno2

24.01.2013
07:51 Uhr

Schändlich wie der Herr Polizeiinspektor seine Informanten preisgibt , da wird er bald nichts mehr erfahren.

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