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Video: Erste Stunden der "Mittagsregelung" verlaufen ruhig

Von Sn, Apa | 16.07.2012 - 15:02

In der Stadt Salzburg traten am Montag sowohl die "Mittagsregelung" als auch die "Schlechtwettersperre" zur Verhinderung des alljährlichen Sommer-Verkehrschaos in Kraft. Polizei und Politik zeigten sich zufrieden.

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Die Zufahrt über die Staatsbrücke und das Neutor werden gesperrt. Bild: SN/Stadt Salzburg

Die Zufahrt über die Staatsbrücke und das Neutor werden gesperrt.

Bild: SN/Stadt Salzburg

Auch über den Müllner Hügel wird die Zufahrt gesperrt. Bild: SN/Stadt Salzburg

Auch über den Müllner Hügel wird die Zufahrt gesperrt.

Bild: SN/Stadt Salzburg

An den Stadteinfahrten wird über die Sperre informiert. Bild: SN/Robert Ratzer

An den Stadteinfahrten wird über die Sperre informiert.

Bild: SN/Robert Ratzer

An den Stadteinfahrten wird über die Sperre informiert. Bild: SN/Robert Ratzer

An den Stadteinfahrten wird über die Sperre informiert.

Bild: SN/Robert Ratzer

Die Zufahrt zu der Altstadtgarage wird möglich sein. Bild: SN/Robert Ratzer

Die Zufahrt zu der Altstadtgarage wird möglich sein.

Bild: SN/Robert Ratzer

Polizeibeamte werden in der Innenstadt kontrollieren, Mitarbeiter des Österreichischen Wachdienst informieren die Autofahrer an neuralgischen Verkehrspunkten. Bild: SN/Robert Ratzer

Polizeibeamte werden in der Innenstadt kontrollieren, Mitarbeiter des Österreichischen Wachdienst informieren die Autofahrer an neuralgischen Verkehrspunkten.

Bild: SN/Robert Ratzer


 

Bis einschließlich 17. August ist die Einfahrt wegen der als "Mittagsregelung" bezeichneten Innenstadtsperre in die Altstadt vom Müllner Hügel, Neutor und von der Staatsbrücke aus werktags von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr nur mehr für Berechtigte erlaubt. Wegen des Regens wurde am Montag auch die "Schlechtwettersperre" ab 9.00 Uhr aktiviert. Urlauber wurden auf Park&Ride-Plätze abgeleitet. Staus bildeten sich dennoch, und zwar auf zwei Einfahrtstraßen vor der Ableitung zu den Parkplätzen.

Die "Mittagsregelung" hat laut Polizeisprecher Anton Schentz aus polizeilicher Sicht gut funktioniert. "Der Beginn ist absolut zufriedenstellend." Zirka die Hälfte der nicht berechtigten Autofahrer, die trotz des Fahrverbotes in die Altstadt gefahren und von der Polizei kontrolliert worden waren, zeigten sich aber ahnungslos.

Die erste Bilanz hätte deutlich schlechter ausfallen können: "Es gab bisher keine Probleme", betonte Wolfgang Ebner vom Verkehrsreferat des Stadtpolizeikommandos am Vormittag gegenüber der APA. Das befürchtete Chaos auf den Straßen sei ausgeblieben. "Das ist sicher auch eine Folge der Schlechtwettersperre." Projektleiter Norbert Ablinger machte sich auf seiner Vespa selbst ein Bild von der Situation. "Es ist sehr gut gelaufen, das war aber noch nicht der Worst-Case-Tag", sagte der Verkehrsjurist. Mit Beginn der Salzburger Festspiele wird mit mehr Andrang in die Stadt gerechnet.

Entspannt zeigte sich auch der ressortzuständige Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste): "Heute ist ein Tag des Lernens. Die Organisation läuft gut. Was die nächsten Tage bringen, kann ich aber noch nicht sagen. Aber man sieht sofort, dass die Stadt deutlich mehr den Menschen als den Autos gehört." Kurz vor Inkrafttreten der Sperre sei an einigen Punkten aber ein erhöhtes Verkehrsaufkommen festgestellt worden. "Vielleicht wollten da ja alle noch geschwind durch."

Wegen der Schlechtwettersperre wurden Touristen in ihren Autos ab 9.00 Uhr an der Münchner Bundesstraße beim Kreisverkehr Salzburg-Mitte und an der Innsbrucker Bundesstraße beim Flughafen auf Park+Ride-Parkplätze abgeleitet. Die Insassen konnten mit dem öffentlichen Bus ins Zentrum fahren. Die Netzkarte kostet für insgesamt fünf Personen zwölf Euro.

An den beiden Einfahrtsstraßen bildeten sich Rückstaus von bis zu rund 1,5 Kilometer. Um 12.30 Uhr wurde die Schlechtwettersperre aufgehoben. Zu Mittag waren auf dem P&R Messe erst 350 Stellplätze von 3.500 belegt, am P&R Flughafen 150 von 400. In der Mönchsberg-Garage waren laut Polizei noch 520 Stellplätze frei, auch andere Garagen konnten noch Fahrzeuge aufnehmen. Insgesamt rund 1.300 Plätze sollen in den Garagen bis dahin noch freigeblieben sein. Was Vizebürgermeister Harald Preuner (V) heftig kritisierte. Er befürchtet massive Einbußen für die Innenstadtkaufleute: "Die Altstadtgaragen waren heute um 12.00 Uhr noch halbleer. Es passiert nun genau das, wovor die ÖVP und der Altstadtverband bis zum Ende und leider vergeblich gewarnt haben: Da sich diese Vertreibungsaktion anscheinend herumgesprochen hat, bleiben die Touristen der Stadt lieber gleich fern."

Mitarbeiter des Österreichischen Wachdienstes verteilten mehrsprachige Info-Folder bei den Parkplätzen und auch bei den Absperrbereichen an der Staatsbrücke, beim Neutor und Müllnerhügel. Einige Autofahrer beschwerten sich, weil sie ihre Ladetätigkeiten nicht durchführen konnten. "Die Informationen wurde heuer aber so gut transportiert, wie dass in vergangenen Jahren noch nie der Fall war", sagte Chefinspektor Ebner. Entscheidend für den weiteren Verlauf werde aber das Wetter sein. "Bei Schönwetter ist in der Stadt generell weniger los." Dann würden deutlich mehr Menschen mit dem Fahrrad fahren.

Die Autofahrer sahen die Sperre zum Großteil gelassen. "Ich habe kein Problem damit, wenn ich nicht bis direkt ins Zentrum fahren kann. Wenn in der Stadt dafür weniger los ist, ist das doch auch angenehm", betonte etwa Andrea Jeuter aus Baden-Württemberg (D). Nicht jeder Autofahrer hielt sich allerdings an die Sperre. Besonders bei der Staatsbrücke ignorierten einige Lenker das Abbiegeverbot.

Derzeit hat eine Missachtung der "Mittagsregelung" noch keine Konsequenzen: Erst ab Mittwoch drohen Strafen. Von 20 Euro für ein Organmandat, im Falle einer Anzeige im Zuge einer Rahmenstrafe 70 bis zu 200 Euro. "Und von Ausländischen Lenkern kann bis zu 150 Euro Sicherheitshinterlegung verlangt werden", betonte Chefinspektor Ebner.

Für die Mittagsregelung bestehen zahlreiche Ausnahmen, etwa für Bewohner, Beschäftigte, Hotelgäste, Taxis, Lieferanten, Gehbehinderte und den öffentlichen Verkehr. Ausgenommen von der Schlechtwettersperre sind auch Fahrzeuge mit österreichischem Kennzeichen und den deutschen Kennzeichen "BGL" (Berchtesgadener Land) und "TS" (Traunstein).

 
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KOMMENTARE (4)
 

R. Z.

19.07.2012
16:06 Uhr

Ich bin Unternehmer in Salzburg mit 250 Mitarbeitern im Landkreis, die Informationen welche ausgegeben werden sind ja nicht wirklich aussagekräftig. Wenn wir Bürger mittel Hilfe der Medien wie zb. SN nicht laut starkt darüber reden würden, wüsste ich bis jetzt nicht das es Ausnahmen gibt. Das Amt für Verkehr ist zwar sehr hilfsbereit, aber bringt uns das nicht weiter. Ladetätigkeiten gelten nur für LKW und was ist mit den vielen tausenden PKW´s welche als Lieferfahrzeuge genutzt werden ? Die Ausnahme für Arbeitgeber gilt auch nur wenn die Anschrift innerhalb der Sperre ist, wow die dürfen und der Rest mal wieder nicht. Am Montag habe ich dank Sperre und schlecht Wetterregel von Autobahn Airport bis zur ÖFAG 45min. gebraucht, Hammer.

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D A

17.07.2012
13:16 Uhr

Ich finde es ziemlich dreist, das alle Autos mit ausländischem Kennzeichen zu den Park and Ride Plätzen geschickt werden, den es gibt auch so wie mich Salzburger die im Ausland leben und zu Besuch bei ihrer Familie sind und dann plötzlich nicht mehr zurück in die Stadt können und bei der Polizei auf taube Ohren stossen, Man sollte diese Regelung vielleicht einmal überdenken. Ich verfolge noch immer die Stadtpolitik und finde Herr Padutsch schiesst ziemlich oft über das Ziel hinaus, ist mehr Stau Verursacher den Verkehrsberuhiger.

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dami

17.07.2012
10:02 Uhr

konnte von der autobahn himmelreich nur mit mühe abfahren und brauchte eine 1/4 stunde bis zum adler. mußte dann um in die maxglanerhauptstraße zu kommen wegenstau über laschensky -kendlerstraße fahren. durch die steherei stieg der verbrauch auf 11,4 liter. was nützt es wenn man vorsorglich von aigen aus über glasenbach-anif-autobahn fährt und dann erst wieder steht. mir tun die ganzen geschäfte leid und vor allem deren angestellte wegen der jobs.diese sorgen haben natürlich "planende" beamte nicht. nehme an das heute durch den spritverbrauch im stau die emissionen um eher das dreifache gestiegen sind. ob aber da soviel mineralölsteuer hereinkommt wie an anderen steuern in den geschäften verloren geht!?

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Qualtinger

16.07.2012
17:11 Uhr

Und vom Sau bis nach Freilassing spricht Niemand? Perfide und verlogene Aktion!

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