Salzburg | Chronik 

Der Ironman hinter den Kulissen

Von Anton Kaindl | 04.08.2012 - 10:33

Werner Dannhauser organisiert den Ironman in Zell am See mit 1800 Teilnehmern - neben seinem Vollzeitjob als Tischler.

Der Ironman hinter den Kulissen

Werner Dannhauser: Ein Mann mit Humor und Energie. Bild: SN/Anton Kaindl



45 Stunden Arbeit pro Woche als Tischler, vier minderjährige Kinder und acht bis zwölf Stunden wöchentlich Training für seine Karriere als Hobbytriathlet: Werner Dannhauser (45) aus Piesendorf bringt alles unter einen Hut. Und so nebenbei organisiert er als Rennleiter auch noch den Ironman 70.3 in der Region Zell am See am 26. August. Das ist eine Großveranstaltung mit 1800 Teilnehmern und zahlreichen Nebenveranstaltungen.

Seit zwei Jahren arbeitet Dannhauser an der Organisation. Er entwarf die Streckenführung, suchte und koordiniert 1500 freiwillige Helfer, ist Ansprechpartner und Klagemauer für Gemeinden, Anrainer und Betriebe. Etwa 200 Verhandlungen hat er in dieser Zeit geführt. Allein die Koordination mit den Behörden wegen der Straßensperren für die Radstrecke dauerte ein Dreivierteljahr. "Inzwischen geht es mir schon ab, wenn ich einen Tag lang keine Verhandlung habe", sagt Dannhauser.

Natürlich geht das alles nicht ohne Unterstützung. Da wäre zuerst seine Frau Heidemarie. "Sie macht fast alles bei uns zu Hause", sagt Dannhauser. "Ich bin eigentlich nur zum Verwöhnen der Kinder da", meint er lachend.

Auch sein Arbeitgeber, die Tischlerei Brugger in Taxenbach, unterstützt Dannhauser voll. "Ich bin nur mehr schreibender Tischler und entwerfe Einrichtungen. Dabei kann ich mir die Zeit frei einteilen und zum Teil von zu Hause arbeiten. Ich führe am Tag Kundengespräche, arbeite dann für den Triathlon und plane oft in der Nacht."

Und auch bei der Rennorganisation hat er viele Unterstützer. "Als Tischler habe ich schon Hausverstand, aber man braucht natürlich Hilfe."

Den gesamten Zeitausgleich und den Urlaub investiert er in den Triathlon. "Urlaub ist mir nicht wichtig", sagt er. "Ich weine schon fast, wenn ich drei Tage aus Piesendorf weg bin. Ich bin da geboren, habe immer da gelebt und wahrscheinlich werden sie mich auch da eingraben."

 
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