54 Strafzettel und zwei Anzeigen in Salzburg
Von Heidi Huber | 18.07.2012 - 18:40
Am Mittwoch hat die Polizei ihre Ankündigung in die Tat umgesetzt und begonnen, das Fahrverbot der Mittagsregelung von 10 bis 14 Uhr rigoros zu überwachen.
Beim Herbert-von-Karajan- und beim Hanuschplatz wurde jedes Fahrzeug unter die Lupe genommen. Wer keine Genehmigung hatte, wurde aussortiert. Auch Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler musste auf dem Weg zur Arbeit ihre Bestätigung herzeigen. Insgesamt erhielten 54 Lenker einen Strafzettel in Höhe von 20 Euro (40 beim Festspielhaus, 14 beim Hanuschplatz). An beiden Standorten gab es je eine Anzeige. Ein Lenker weigerte sich partout, die Strafe zu bezahlen. Jetzt wird es teurer. Die Bezirkshauptmannschaft stellt Strafen bis maximal 365 Euro aus. Eine Lenkerin fuhr den kontrollierenden Polizisten einfach davon. Auch sie erhält Post von der Bezirkshauptmannschaft.
Walter Greisberger von der Verkehrsinspektion beim Stadtpolizeikommando sagte: "Das war in etwa das, was wir uns am ersten Tag der Kontrollen erwartet haben. Der Großteil der 56 Lenker waren ausländische Fahrzeuge. Viele führte das Navi in die Stadt." Allerdings waren auch einige Salzburger unter den Fahrverbots-Sündern. "Da sind keine besonderen Ausreden dabei. Die meisten sagen, sie wollen nur schnell in die Linzer Gasse. Andere sagen, sie hätten zwar von der Mittagsregelung gelesen, aber nicht daran gedacht", sagt Greisberger. Verwundert zeigten sich nicht nur manche Autolenker, sondern auch Touristen ob der Polizeipräsenz. Das wird sich in den nächsten Tagen nicht ändern. Greisberger: "Wir werden weiterhin so kontrollieren. Ich glaube, dass täglich weniger Strafen ausgestellt werden müssen."
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