Informatik-Lehre auf Stanford-Niveau
Von | 12.08.2012 - 00:00

Bild: SN.COM
Die Uni Salzburg bindet als erste österreichische Universität Online-Lehrveranstaltungen aus Stanford in das Vorlesungsprogramm der Informatik ein.
Sebastian Thrun, Professor für Informatik an der Stanford University, gründete im März dieses Jahres eine Online-Universität namens Udacity. Dieser Gründung war eine Online-Lehrveranstaltung im Herbst 2011 vorausgegangen. Mit dem Ergebnis, dass 160.000 Studierende diese Vorlesung besucht hatten. Das Einzigartige daran: Insgesamt 30.000 Studierende legten die automatisierte Prüfung am Ende der Vorlesung erfolgreich ab und erhielten ein Zeugnis.
Udacity bietet vorläufig elf Informatik-Vorlesungen für Hörer aller Welt an. "Diese Lehrveranstaltungen bestechen durch Qualität und ambitionierte Aufgaben", so Uni-Professor am Fachbereich Informatik Wolfgang Pree. Einer der Vortragenden ist der Forschungschef von Google, Peter Norvig. Stanford-Professor Thrun lehrt in seiner Robotics-Vorlesung, wie man Software für ein autonomes Auto baut.
Ab dem kommenden Wintersemester werden die Udacity-Lehrveranstaltungen alternativ zu herkömmlichen angeboten und angerechnet. Die Online-Kurse werden vor Ort vom Fachbereich begleitet. Die Lehrveranstaltungen von Udacity sind derzeit kostenlos und erfordern lediglich eine Anmeldung. "Die Universität sieht in Udacity eine große Chance, die Qualität der Lehre in Richtung Stanford-Niveau zu bringen", sagt der Vizerektor für Lehre Erich Müller.
Das Ziel ist, dass innerhalb eines Jahres ein komplettes Informatik-Studium um 100 US-Dollar angeboten wird. "Aufgrund der gebotenen exzellenten Qualität ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Udacity-Abschluss bald auch von der Industrie anerkannt und vermutlich sogar nahezu gleich wertvoll wie ein Stanford-Abschluss betrachtet wird", meint der Salzburger Informatiker Pree.
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