HL-AG finanzierte Jörg-Haider-Brücke mit
Von Apa | Aktualisiert vor 109 Tagen

Bürgermeister von Ruden ist erbost. Bild: SN/apa (eggenberger)
Der Vertrag sei laut "Standard" im Zuge der Beschwerde der Gemeinde Ruden beim Verwaltungsgerichtshof aufgetaucht.
Der APA liegt ein Schreiben von Landeshauptmann Dörfler an den Rudener Bürgermeister vor, in dem es heißt, auf den Anschluss und Bahnhof Ruden werde verzichtet, "... um die Finanzierung des Jahrhundertbauwerks (Lippitzbachbrücke, Anm.) sicherzustellen".
Schon im Jahre 2003 hatte der damalige BZÖ-Verkehrslandesrat und jetzige FPK-Landeshauptmann Dörfler mit der Eisenbahn-Hochleistungsstrecken AG (HL-AG) eine schriftliche Vereinbarung abgeschlossen, die "der Standard" zitierte und der APA vorliegt. Land Kärnten und die HL-AG vereinbarten, Kärnten verzichte im Zuge des Koralmbahn-Trassenbaus auf den Anschluss Ruden samt Bahnhof im Ortsteil Eis - dessen Preis die Gesamtkosten der Koralmbahn insgesamt enorm steigern würde.
Für den Verzicht werde die ÖBB-Tochter die entstandene Kostenersparnis von drei Mio. Euro zur Finanzierung der Lippitzbachbrücke einbringen - also in die Straßenbrücke über die Drau investieren. In Artikel II heißt es, die erste Teilzahlung von 1,5 Mio. Euro erfolgt im Jänner 2004 - Voraussetzung: Der Baustart für die nunmehrige Jörg-Haider-Brücke (sie wurde nach dem Unfalltod des Politikers nach ihm benannt) ist erfolgt.
"Für den Anschluss Ruden wäre ein Gefälle von acht Metern zu überwinden", sagte Bahnsprecher Christoph Posch zur APA. Auch die Errichtung eines Tunnels sei notwendig. "Wir wurden verraten und verkauft", beklagte sich der Rudener Bürgermeister Rudolf Skorianz gegenüber der Zeitung. Mitten im Eröffnungstrubel der Brücke habe ihm ein HL-AG-Manager laut Blatt gesagt, dass der Bahnhof in Eis Geschichte sei. Daraufhin klagte die Gemeinde und erhielt im eisenbahnrechtlichen Verfahren um den Koralmanschluss vor dem Verwaltungsgerichtshof Recht.
Ein Baustopp für den acht Kilometer lange Koralmbahn-Abschnitt St.Paul-Aich könnte resultieren, ein Verfahren könnte laut "Standard" Jahre dauern. Bürgermeister Skorianz stellte in Aussicht, die Beschwerde zurückzuziehen - wenn das Land die drei Mio. Euro für die Jörg-Haider-Brücke an die ÖBB-Tochter HL-AG zurückzahle. Das habe man ihm im Verkehrsministerium geraten, so Skorianz. Dörfler sagt, es brauche keinen Bahnhof in Eis-Ruden.
Mehr Österreich-Wirtschaft
- Täglich verschwinden 15 Hektar Boden für Bauern
- Neues Arbeitszeitmodell für Briefträger ab 2013
- Fußfessel abgelehnt: Rettberg muss ins Gefängnis
Mehr Österreich
- Täglich verschwinden 15 Hektar Boden für Bauern
- Startschuss für erste Bildungsstandard-Tests
- Terror-Prozess gegen Wiener Islamisten
Mehr Wirtschaft
- Täglich verschwinden 15 Hektar Boden für Bauern
- Facebook - einer der miesesten US-Börsengänge
- EU-Parlament will 1- und 2 Cent-Münzen abschaffen
Tanz der Vampire - das neue "Grusical" der MUS-EN
Professor Abronsius will mit Hilfe seines Studenten Alfred das Geheimnis um den Mythos... ›
Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Deutsche Offiziere fassen den kühnen Plan, Adolf Hitler zu ermorden und den Krieg zu beenden. Am... ›
Bergfrühling unter der Reiter Alm
Die Halsalm über dem Hintersee mit herrlichen Ausblicken auf die Berchtesgadener Bergwelt ›
Plätten oder Fuhr
Plätten sind die kiellosen, hölzernen Arbeitsschiffe, die im Alpen-Donauraum für die verschiedensten Anwendungen genutzt werden. Aufgenommen von "Marianne Robl". ›
Song Contest: Thomas D drückt Österreich die Daumen
Was macht ein angesehener Hip-Hopper wie Thomas D von den Fantastischen Vier ausgerechnet bei einem... ›
Doppelt hält besser
Marcia Kilgore ist ein Multitalent. Sie hat als Personaltrainerin Stars wie Madonna Beine gemacht.... ›
Der Jakobsweg - Ans Ende der Welt und zurück
Jakobsweg. Mit unvergesslichen Eindrücken ist der Bad Vigauner Gemeinderat Michael Neureiter von... ›
Sportlich, größer und teurer
Neuauflage. Mit dem 3er BMW wollen die Bayern neue Maßstäbe in der Mittelklasse setzen. Beim Design... ›
Südkoreanischer Künstler ersteigert Dorf
Ein Künstler aus Südkorea hat das verlassene Dorf Courbefy in Frankreich ersteigert. Er habe den Ort in Westfrankreich am Montag für 520 000 Euro gekauft, bestätigte der Anwalt Paul Gérardin. ›
Dora Bakoyannis: Athens erste Bürgermeisterin
Dora Bakoyannis wurde als erste Frau Athener Bürgermeisterin und griechische Außenministerin. Jetzt könnte sie über ihren Schatten springen und in die konservative "Neue Demokratie" (ND) zurückkehren, aus der sie vom Parteichef Antonis Samaras vertrieben worden war. Samaras selbst hatte die ND 1992 als Außenminister verlassen, um seine eigene rechtsstehende Partei POLA ("Politischer Frühling") zu gründen, die bei den Wahlen 1993 fünf Prozent der Stimmen ... ›
Mitteilungen










KOMMENTARE ()
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare veröffentlicht.