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Österreich | Wirtschaft

Grasser wegen weiterer Telekom-Zahlungen im Visier

Von Apa | Aktualisiert vor 104 Tagen

Die Staatsanwaltschaft Wien erhebt neue Vorwürfe gegen Ex-Finanzminister Grasser. Wie das "Format" berichtet, wird Grasser wegen einer weiteren Facette rund um die Korruptionsfälle bei der Telekom Austria als Beschuldigter geführt.

Grasser soll Umfragen bezahlt bekommen haben. Bild: SN/apa (archiv/schlager)

Demnach soll die Telekom dem Ex-Minister während seiner Amtszeit in den Jahren 2005 und 2006 Meinungsumfragen bezahlt haben. Die letzte Umfrage wurde dem Bericht zufolge gegen Ende der schwarz-orangen Regierung unter Wolfgang Schüssel und kurz vor der Angelobung der rot-schwarzen Regierung unter Alfred Gusenbauer durchgeführt. Die Einleitung des Strafverfahrens wird laut Bericht so begründet: "Weil der Verdacht besteht, dass die Telekom Austria AG über dessen Ersuchen in den Jahren 2005 und 2006, zuletzt mit Rechnung vom 30.11.2006, bezahlt am 28.12.2006, Meinungsumfragen der market-Marktforschungs GmbH & Co KG zu seiner Person über die Valora AG bezahlte."
Unter anderem soll erfragt worden sein, welche Rolle Grasser in einer Großen Koalition nach der Abwahl von Schwarz-Orange haben könnte. Insgesamt habe sich die Telekom die vier Umfragen knapp 23.000 Euro kosten lassen.
Die Telekom hielt auf APA-Anfrage fest, dass sie keinen Einblick in die Buchhaltung der Hochegger-Tochterfirma Valora habe. Man könne die Vorwürfe daher nicht kommentieren, sei aber weiterhin massiv an einer Aufklärung aller Vorwürfe interessiert.
Die Kanzlei Ainedter & Ainedter zeigte sich einmal mehr empört darüber, von den Ermittlungsschritten aus den Medien erfahren zu müssen. "Es gab keinerlei Benachrichtigung oder Einvernahmen. Wir haben das wieder einmal aus den Zeitungen erfahren. Das ist der Versuch, einmal mehr nach erfolglosen Ermittlungen irgendetwas zu finden", so die Kanzlei zur APA. Dass es Umfragen gegeben habe, schloss Ainedter & Ainedter nicht aus, Grasser habe damit aber sicher nichts zu tun.



 

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