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Österreich | Wirtschaft

Grasser von Schwiegermutter schwer belastet

Von Apa | Aktualisiert vor 109 Tagen

Karl-Heinz Grasser soll von seiner Schwiegermutter schwer belastet worden sein. Marina Giori-Lhota gab an, niemals "wirtschaftlich Berechtigte" jenes Kontos gewesen zu sein, auf das Grasser 500.000 Euro eingezahlt haben soll.

Schwiegermutter war nie "wirtschaftlich Berechtigte". Bild: SN/apa (archiv/schlager)

Grasser hatte sich bisher gegenüber der Justiz damit gerechtfertigt, dass er zwischen 2005 und 2006 insgesamt 500.000 Euro von seiner Schwiegermutter in bar übernommen und für sie in einen Genussschein der Hypo Alpe-Adria investiert hätte. Das Geschäft lief über ein Meinl-Bank-Konto der Schweizer Treuhandgesellschaft Ferint AG und warf einen unversteuerten Gewinn von 274.588 Euro ab. Laut von Grasser vorgelegten Unterlagen soll seine Schwiegermutter "wirtschaftlich Berechtigte" dieses Ferint-Kontos gewesen sein. Die Tiroler Finanz begehrte von Giori-Lhota daraufhin Auskunft, ob die ihr zugeordneten Einkünfte in der Schweiz versteuert worden seien.
In dem "profil" vorliegenden Schreiben Giori-Lhotas an die Finanz vom 18. November 2011 heißt es wörtlich: "Vorweg ist festzuhalten, dass ich zu keinem Zeitpunkt 'wirtschaftlich Berechtigte' des auf die Ferint AG lautenden Depots Nr. 49214-0 bei der Meinl Bank AG war." Daher könne sie auch keine Unterlagen über eine Besteuerung in der Schweiz vorlegen, heißt es darin weiter. Auch eine von Grasser vorgelegte Treuhandvereinbarung sei "ohne mein Zutun und ohne mein Wissen abgeschlossen" worden.
Die Anwaltskanzlei Grassers, Ainedter & Ainedter, wies die Vorwürfe "entschieden zurück". In einer Stellungnahme gegenüber der APA betonte die Anwaltskanzlei, strafrechtlich relevant sei einzig, ob die Schwiegermutter Marina Giori-Lhota Karl-Heinz Grasser die 500.000 Euro gegeben hat oder nicht. "Und sie dementiert nicht, Grasser das Geld gegeben zu haben", stellt die Anwaltskanzlei fest. Deshalb handle es sich bei den Vorwürfen um eine nahtlose Fortsetzung der "Hetzkampagne". Auch Grasser selbst wies die Vorwürfe gegenüber dem "profil" zurück.
Die Tageszeitung "Österreich" berichtete unterdessen, dass Grasser nun doch im Korruptions-Untersuchungsausschuss aussagen. "Ich werde natürlich hingehen, ich werde alle Fragen korrekt beantworten, soweit sie mich nicht im Verfahren behindern", sagte Grasser. Erst vor rund drei Wochen hatte sein Anwalt Manfred Ainedter angekündigt, dass sich Grasser vor dem U-Ausschuss der Aussage entschlagen werde, solange das Strafverfahren gegen ihn läuft.



 

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