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Alpine bereits Mitte 2012 vor Zahlungsunfähigkeit

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Der heute insolvente Baukonzern Alpine kämpfte einem Medienbericht zu Folge bereits Mitte 2012 mit ernsten Zahlungsproblemen.

Alpine bereits Mitte 2012 vor Zahlungsunfähigkeit

Baukonzern Alpine: Bereits 2012 vor Zahlungsunfähigkeit? Bild: SN/dapd

Demnach habe der damalige Finanzchef der Alpine Bau GmbH, Michael Dankovsky, vom spanischen Mutterkonzern FCC am 25. Juni 2012 in einem Mail eine kurzfristige "Liquiditätshilfe" in der Höhe von 115 Millionen Euro eingefordert, berichtet das Magazin "profil" in ihrer neuesten Ausgabe. Die FCC habe dann mit einer Geldspritze geholfen, so Dankovsky gegenüber dem Magazin.

Nach einer zunächst abschlägigen Antwort aus Spanien wurde Dankovsky in einem von "profil" zitierten Mail deutlicher: "Wenn das die FCC-Position ist, dann sind wir tot!" Nur einen Monat zuvor hatte die übergeordnete Alpine Holding GmbH die letzte der drei Anleihen (Volumen: 100 Millionen Euro) im Markt platziert, ohne die Anleger über die Probleme zu informieren.

Dankovsky habe dem Magazin die Authentizität der E-Mails bestätigt aber betont, dass der erhöhte Liquiditätsbedarf zum Zeitpunkt der letzten Anleihe-Emission nicht absehbar gewesen sei: "Es handelte sich um einen kurzfristigen und temporären Engpass in Zusammenhang mit Projekten in Polen und auf dem Balkan." Laut Dankovsky gab FCC dem Drängen der österreichischen Tochter im August nach und stellte frisches Geld bereit, wenn auch nicht in voller geforderter Höhe.

 
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